Ängste in der Schwangerschaft

Seit heute bin ich in der 25.Schwangerschaftswoche angekommen. Für mich ja irgendwie ein kleines Etappenziel, da ab dieser Woche Babys eine realistische Überlebenschance haben. Warum ich mir darüber überhaupt Gedanken mache, wo eine normale Schwangerschaft doch bekanntlich 40 Wochen dauert? Hm, weil ich diesmal  so viel ängstlicher bin als damals mit Theo im Bauch…

Ich bin sonst eigentlich ein unbeschwerter Mensch, aber momentan ärgere ich mich ein wenig über mich selbst. Zwar ist diese Schwangerschaft durch die wochenlangen Probleme (ab der 13.Woche) alles andere als entspannt, aber dennoch ist es doch eigentlich solch eine magische Zeit, oder? Denn: In mir wächst ein neuer kleiner Mensch heran – mein zweiter Sohn!

Ich habe mich aber dabei ertappt, dass ich so schnell wie möglich quasi in der 40.Woche „ankommen“ will, sodass ich meinen gesunden Babyjungen im Arm halten kann. Ich finde das jedoch fast ein bisschen schade, schliesslich bin ich höchstwahrscheinlich zum letzten Mal schwanger und leider geniesse ich diese besondere Zeit so wenig – diese letzte Zeit, in der Theo mich für sich alleine hat.

Ich merke: Diese Schwangerschaft ist einfach anstrengend -nicht nur weil ich eben bereits ein Kleinkind daheim habe und nicht einfach nach Herzenslust auch mal faul sein kann. Sondern darüber hinaus sowohl körperlich, als auch emotional. Zwar sind die schlimmen Beschwerden weg, aber nun kommen eben die „normalen“ Schwangerschafts-Wehwehchen: Schmerzen am Steißbein wenn ich zu lange auf den Beinen bin, Symphysenschmerzen (ich wusste bis vor Kurzem nicht mal, dass es überhaupt eine Symphyse gibt ;-)), unruhiger Schlaf in der Nacht und – ganz neu –  Angst vor irgendwelchen Infektionen. Ja, das geht sogar soweit, dass ich zuhause selbst meinen ph-Wert checke. Denn kürzlich habe ich erfahren, dass durch Infektionen das Frühgeburtsrisiko steigt. Oh mann, was für ein Teufelskreis. Denn: Je mehr Gedanken ich mir mache und je mehr schlimme Geschichten ich von Freundinnen oder Bekannten erfahre, umso mehr „entdecke“ ich natürlich auch. Ich finde mich als Schwangere diesmal wirklich auch selbst anstrengend – so bin ich eigentlich gar nicht wirklich 😉

Deshalb habe ich mir für den Rest der Schwangerschaft fest vorgenommen, dass ich ein bisschen mehr GENIESSE – und zwar Woche für Woche. Mit Nestbau (Kinderzimmer aussuchen, Babyklamotten shoppen, einen schönen Namen festlegen), mit Quality Time für Theo. Und: Ich will eben meine Ängste ein bisschen beiseite schieben, denn momentan gibt es dafür eigentlich keinen Anlass. Das muss ich mir immer wieder vor Augen halten!

„Der Weg ist das Ziel“ – das ist mein Leitsatz, mein Motto und ich will versuchen, das in den nächsten Wochen so gut wie möglich umzusetzen und den Rest der Schwangerschaft einigermaßen sorgenfrei zu geniessen. Ob das geht? Mal sehen. Aber ich gebe mir Mühe und mache viele schöne Sachen mit meiner Familie… :-)

Und falls jemand von Euch Tipps hat für mich oder Ähnliches erlebt hat, dann freue ich mich immer über Eure Mails und Kommentare!

Ach ja – Schwangerschaftsgelüste habe ich übrigens auch – und hey, die machen sogar glücklich und zufrieden: Zur Zeit frische Mango und türkische Pizza mit Ayran. Ups 😉

Alles Liebe fürs neue Jahr!!!!

Eure Jenny

 


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *