Angekommen: So hab ich es mir gewünscht!

Wenn ich an meine Teenie-Zeit zurück denke, dann hatte ich immer Dinge, die ich mir unbedingt gewünscht habe:

Den ersten Kuss. Den ersten Urlaub ohne Eltern. Mit 17 war der Führerschein mein heißersehntes Ziel und danach wollte ich am liebsten erstmal ein eigenes, kleines Auto haben, damit ich mich mit niemandem absprechen musste und einfach unabhängig und frei sein konnte. Achja und das Abi war mir auch wichtig in der Tasche zu haben…

Irgendwann war dann die eigene Wohnung ganz oben auf der Wunschliste – und somit der große Schritt, auf meinen eigenen Beinen zu stehen. Das hört sich jetzt alles so easy und leicht an: War es aber nicht. Ich musste für die meisten Dinge in meinem Leben hart arbeiten und kämpfen, nur selten flogen mir Sachen einfach zu. Ich bin aber ein Mensch, der auch hartnäckig an Zielen arbeitet. Wenn ich mir was in den Kopf gesetzt habe, dann ziehe ich das meistens durch.

Als ich 2004 beim Radio in Nürnberg anfing, war nach wenigen Monaten für mich klar: Ich will irgendwann mal zu ANTENNE BAYERN. Das war mein absoluter Traum – das war etwas, das ich mir so fest in den Kopf setzte. Beim ersten Vorstellungsgespräch 2005 kam ich unter die „letzten 3“ Kandidatinnen – und zu meiner großen Enttäuschung klappte es nicht. Ich war traurig – wusste aber: Meine Zeit kommt noch, ich gebe nicht auf, ich bleibe dran. Und so hat es 2008 mit dem Job als Moderatorin bei meinem Traumsender geklappt. Wenn ich etwas will, dann kämpfe ich dafür – zugeflogen ist mir aber auch das nicht – denn es steckte immer harte Arbeit dahinter.

Ich bin jemand, der sehr genau weiß was er will. Ich wusste auch früh, dass ich „irgendwann“ mal eine Familie und Kinder haben möchte. „Irgendwann“ war zu jener Zeit, als es um Führerschein, Wohnung und den Karrierestart ging, natürlich noch weit weit weg. Aber irgendwo im Hinterkopf wusste ich immer, dass das mein Weg ist – mein Wunsch für „später und irgendwann“.

Ich hab ein paar Frösche geküsst, aber als ich 2008  meinen Mann kennenlernte und  wir ein Jahr später zusammenkamen, war schnell klar: Der ist es! :-)

Kinder und Heiraten waren aber auch damals noch in weiter Ferne für mich, wobei ich merkte: Mit dem könnte ich mir das vorstellen!

Und was soll ich sagen? Normalerweise – ich habe es ja oben schon geschrieben – musste ich für alle Dinge im Leben hart arbeiten und darum kämpfen: Im April 2013 war das ganz anders. Da war ich plötzlich ungeplant schwanger und somit veränderte sich mein Leben auf die wunderschönste Art und Weise überhaupt.
Ich war überwältigt: Normalerweise halte ich doch immer so fest die Zügel meines Lebens in den Händen, habe alles unter Kontrolle, plane Dinge, kämpfe darum. Aber dieses größte Geschenk überhaupt ist mir damals einfach so „zugeflogen“: Mein Theo! Und ich kann gar nicht sagen, wie dankbar ich dafür bin, dass ich die Mama von diesem wundervollen kleinen Jungen sein darf. Noch nie war etwas so klar, so eindeutig – so sehr „mein Weg“. Ich bin angekommen – das kann ich aus Überzeugung sagen. Theo hat mich so geerdet, er hat es geschafft, dass ich mich auf das Wesentliche besinne, meine Rastlosigkeit auf Eis gelegt habe – er zeigt mir Tag für Tag, was wahres Glück ist.

Mit knapp 33 Jahren bin ich ANGEKOMMEN. Genau so hab ich es mir gewünscht! Und ich bin so so dankbar dafür!

Und „irgendwann“ darf auch gerne mal ein zweites Kind dazu kommen… So ganz ohne Ziele geht’s ja schließlich auch nicht, oder? 😉


6 Gedanken zu „Angekommen: So hab ich es mir gewünscht!

  1. Schön zu hören, dass du so glücklich bist. Vielleicht erinnerst du dich ja noch, dass wir ein kleines Stückchen Weg zusammen gegangen sind. (10. Klasse Gymi Stein)
    Gruß Anke (einer der Zwillinge)

    1. Liebe liebe Anke, na klar erinnere ich mich an Dich! Wie schön von dir zu lesen! Wie geht’s dir?? Wir haben uns ja seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen….
      Ganz lieber Gruß, Jenny

  2. Das freut mich für dich :)
    Auch ich kann momentan sagen, dass ich glücklich bin. Eine tolle Wohnung, wunderbaren Mann und mein absoluter Herzenwunsch unser Sohn. Und „irgendwann“ darf bei uns auch der Herzenswunsch Nummer 2 in Angriff genommen werden 😉

    Ich bin auch angekommen im Leben; Sichtweisen und Prioritäten haben sich durch unseren Sohn geändert, aber letztendlich ist alles gut so, wie es ist.

    LG

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