Kategorie-Archiv: Hand auf’s Herz

Trau Dich wieder zu LEBEN!

Wenn ich an meine Schwangerschaft mit Theo zurück denke, dann war das wirklich eine glückliche, unbeschwerte Zeit: Ich war aktiv, voller Vorfreude und fast ein bisschen naiv;-) Keine unnötigen Ängste, dafür ein riesengroßes Vertrauen in meinen Körper und in mein Baby.

Diesmal, gute drei Jahre später, ist alles ziemlich anders. Mittlerweile bin ich schon mit Haut und Haaren eine Mama, und ich weiß, was für ein wertvolles Wesen da gerade in mir heranwächst: Ein absolutes Wunschkind, das unsere Familie komplett machen soll. Ab dem Moment, in dem ich im August den positiven Schwangerschaftstest in meinen zitternden Händen hielt, liebte ich dieses Kind. Und ab genau diesem Moment kamen plötzlich Ängste dazu. Trau Dich wieder zu LEBEN! weiterlesen

Darum mag ich keine Veränderungen

Größere Veränderungen machen mir Bauchschmerzen. Das war eigentlich schon immer so.

Anfangs, wenn alles noch in weiter Ferne ist, dann freue ich mich. Rückt die Veränderung näher und näher, dann würde ich am liebsten laut „STOP“ rufen und alles beim Alten belassen: So war es, als ich damals in der Schulzeit als Aupair eine Weile nach Frankreich ging. Es war so, als ich Abi machte und sich plötzlich alles änderte und ich mich fragte „Und was mache ich jetzt?“. Auch als ich von Nürnberg nach München zog, war das Gefühl da. Oder bei Trennungen. Sogar als ich hochschwanger mit Theo war, dachte ich plötzlich, dass ich mir in die Hose mache vor Panik vor dem neuen riesigen Lebensabschnitt und der Veränderung. Also Ihr merkt: Das zieht sich bei mir durch wie ein roter Faden. Und jetzt bin ich wieder mal an solch einem Punkt, an dem ich laut „Sto-hooop“ rufen möchte.

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Nicht nur Sonnenschein…

Ihr Lieben,

vielen Dank für Eure Mails und Eure lieben Worte. Das tat unheimlich gut!!!

Hier auf dem Blog ist es gerade ein bisschen ruhiger – ich möchte kurz ein paar Sätze dazu schreiben. Die letzten Wochen waren nicht leicht für mich. Es gab Hürden, die ich nehmen musste. Ich war im Krankenhaus, es gab Tränen, es gab Angst, es gab lange Gespräche, es gab tiefe Freundschaftsbeweise und das Gefühl: Ich habe so unfassbar tolle Menschen um mich herum. Das ist so schön und tröstend.

Ich bin nicht ernsthaft krank und mittlerweile geht es mir auch schon besser und ich kann  wieder nach Vorne schauen. Es dauert aber sicher noch ein ein bisschen, bis hier auf meinem Mama-Blog wieder alles „normal“ läuft – aber: Es geht weiter! Versprochen:-)

Auch im Radio auf ANTENNE BAYERN hören wir uns bald wieder…Anfang Juni bin ich wieder on Air und ich freue mich darauf :-)

Ihr kennt diese Phasen im Leben bestimmt auch, in denen es einfach nicht rund läuft. In denen man das Gefühl hat, dass man so viele Hürden nehmen muss. In denen man so viel Kraft auf der Strecke verliert und das Gefühl hat, aus diesem Tunnel nie mehr heraus zukommen. Irgendwie gehören diese Phasen aber leider zum Leben dazu – und ja, es klingt verdammt abgedroschen, aber: Gäbe es diese schweren Phasen im Leben nicht, dann würde man wohl die wunderschönen, einfachen Zeiten auch nicht so zu schätzen wissen.

Ich freue mich nach diesem REGENWETTER (trifft heute sowas von zu) auf viel viel viel SONNENSCHEIN!! :-)

Jetzt erhole ich mich noch ein paar Tage und melde mich ganz bald, Ihr Lieben!!

Eure Jenny

Angekommen: So hab ich es mir gewünscht!

Wenn ich an meine Teenie-Zeit zurück denke, dann hatte ich immer Dinge, die ich mir unbedingt gewünscht habe:

Den ersten Kuss. Den ersten Urlaub ohne Eltern. Mit 17 war der Führerschein mein heißersehntes Ziel und danach wollte ich am liebsten erstmal ein eigenes, kleines Auto haben, damit ich mich mit niemandem absprechen musste und einfach unabhängig und frei sein konnte. Achja und das Abi war mir auch wichtig in der Tasche zu haben…

Irgendwann war dann die eigene Wohnung ganz oben auf der Wunschliste – und somit der große Schritt, auf meinen eigenen Beinen zu stehen. Das hört sich jetzt alles so easy und leicht an: War es aber nicht. Ich musste für die meisten Dinge in meinem Leben hart arbeiten und kämpfen, nur selten flogen mir Sachen einfach zu. Ich bin aber ein Mensch, der auch hartnäckig an Zielen arbeitet. Wenn ich mir was in den Kopf gesetzt habe, dann ziehe ich das meistens durch. Angekommen: So hab ich es mir gewünscht! weiterlesen

Loslassen.

Am Wochenende war herrliches Frühlingswetter und die gesamte Nachbarschaft war draussen. Die Kinder flitzten auf ihren Bobbycars, Rädern oder Rollern herum – sie hatten unglaublich viel Spaß und genossen die Frühlingswärme.

Ich saß währenddessen mit einer Freundin und einem guten Cappuccino auf unserer Terrasse – mein Mann quatsche auf den Wegen mit anderen Nachbarn und hatte Theo im Auge. Plötzlich schoß mir ein Gedanke durch den Kopf: „Theo ist so schnell so groß, selbstständig und selbstbewusst geworden. War er nicht gerade eben noch nuckelnd an meiner Brust gehangen?“

Theo ist jetzt zweieinviertel Jahre alt und ich merke täglich, Loslassen. weiterlesen

Sag mir bitte nur, dass es einfacher wird!

Neulich hat mich folgende Mail einer frischgebackenen Mama-Bekannten erreicht:

„Seit Freitag sind wir nun Zuhause und ich muss sagen, dass es echt hart ist. Ich schlafe so gut wie gar nicht, ich stille alle zwei Stunden und dazwischen wird gewickelt und gegessen. Keine Ahnung, wie ich das Wochen und Monate durchhalten soll…Liebe Jenny, sag mir bitte nur, dass alles einfacher wird.“

Ich antwortete ihr ausführlich und startete meine Mail mit dem Satz: „Es wird besser.“ Sag mir bitte nur, dass es einfacher wird! weiterlesen

Rückblick auf unsere Stillzeit

Es ist ein Thema, das gerade in den Medien und im Internet vieldiskutiert ist: Das Stillen. Die einen lehnen es strikt ab oder können aus diversen Gründen nicht stillen, die anderen „zelebrieren“ es. In Berlin gab es vor ein paar Tagen einen wie ich finde traurigen Vorfall: Einer Mutter wurde das Stillen ihres Babys in einem Café untersagt. Es störe den Betrieb und die anderen Gäste. What?!?!

Die FAZ schrieb am Wochenende gar: „Muttermilch ist furchbar out“. Denn immer weniger Säuglinge werden demnach überhaupt oder länger als ein paar Monate gestillt. Dabei sei Muttermilch aber doch die „Wunderdroge schlechthin“, so die FAZ.

Ich habe gerne gestillt. Und Theo hat es geliebt. Stillen ist so viel mehr als einfach nur eine Nahrungsaufnahme – es ist etwas so Schönes und Inniges, das ich großartig finde. Rückblick auf unsere Stillzeit weiterlesen

Darum möchte ich die Zeit anhalten.

Diese Meldung aus meiner Heimat Franken hat mich vor einiger Zeit zu diesem sehr persönlichen Artikel inspiriert: Der älteste Mensch in Deutschland war damals eine 111–jährige Frau aus Neuendettelsau in Mittelfranken (Bayern). Eine Sache hat mich daran besonders berührt: Diese Frau namens Margarete Dannheimer wohnte zusammen mit ihrer 81-jährigen Tochter!!! Ist das nicht wunderbar? Sie durfte erleben, wie ihre eigene Tochter eine wirklich alte Frau wird…Sie durfte sehen, wie diese grau und faltig wird. Vom verschrumpelten Baby zur schrumpeligen alten Dame. Ich finde diese Vorstellung wirklich unglaublich schön. Durch diese Meldung wurde ich jedoch sehr nachdenklich.

Ich bin fast 31 Jahre älter als mein kleiner Sohn Theo. Darum möchte ich die Zeit anhalten. weiterlesen