Elternzeit in Südafrika mit kleinen Kindern: Die Vorbereitungen (Teil 1)

Ihr Lieben,

zuerst möchte ich Euch ein gesundes und glückliches neues Jahr wünschen – auf dass es viele Höhen und schöne Momente für uns alle bereit hält <3

Hier laufen gerade die Reisevorbereitungen für unseren Südafrikatrip mit Baby und 4-jährigem auf Hochtouren. Es macht riesig Spaß und wir sind voller Vorfreude!!!

Heute möchte ich aber erzählen, warum wir uns ausgerechnet für Südafrika als Familienreiseziel entschieden haben. Nun, wichtigster Punkt: Weil ich total neugierig auf dieses Land bin! Mein Mann war bereits vier Mal (vor meiner Zeit;-)) dort, meine Eltern schwärmten ebenfalls von ihrem Urlaub in Südafrika. Sie machten eine organisierte Busreise und mussten sich vorab quasi um nichts kümmern, bekamen das „Rundum-Sorglos-Paket“.  Das ist allerdings eher nichts für uns, da wir gerne autark sind und in unserem eigenen Tempo reisen möchten. Mit Baby und 4-jährigem stelle ich mir solch eine Busreise übrigens so gar nicht entspannt vor (auch nicht für die Mitreisenden). Wir sind erprobt im „auf eigene Faust reisen“, mein Mann und ich waren bevor wir Kinder hatten zum Beispiel in Vietnam, Kambodscha, Singapur und Indonesien. Damals mit dem Rucksack, es war einfach herrlich. Ganz so frei wird es diesmal als Familie nicht sein, wir planen die gesamte Reise im Voraus und buchen gerade die letzten Unterkünfte. Dazu bald mehr hier auf dem Blog.

Warum darüber hinaus ausgerechnet Südafrika mit Baby und Kleinkind? Weil es keine Zeitverschiebung gibt. Das sehe ich als einen sehr sehr großen Vorteil, denn so müssen wir unsere Kinder nicht „umtakten“.  Südafrika ist uns lediglich eine Stunde voraus.

Außerdem brauchen wir keine zusätzlichen Impfungen für Südafrika. Wir bleiben in der Kapstadt-Area, dort ist kein Malariagebiet. Wir lassen genau aus diesem Grund den Kruger-Nationalpark (im Nordosten von Südafrika) weg, da dort Malaria-Risikogebiet ist. Das wäre uns mit zwei so kleinen Kindern natürlich zu heikel. Aber ganz ehrlich: Es gibt in Südafrika rund um Kapstadt und auf der Garden Route so viel zu entdecken, dass das völlig okay für uns ist. Zumal wir ja ein bewegungsfreudiges 9 Monate altes Baby dabei haben, das sicher nicht so angetan von stundenlangen Safaritouren wäre.

Wir können den Kindern aber auch in der Kapregion tolle Tiererlebnisse bieten (Elefanten, Pinguine oder Seelöwen zum Beispiel. Mit etwas Glück sogar Wale). Wir freuen uns außerdem auf Traumstrände und Traumlandschaften. Südafrika hat eine gute Infrastruktur (angenehm mit dem Mietwagen zu bereisen!) und es wird Englisch gesprochen (Amtssprache).

Wir reisen vom deutschen Winter in den südafrikanischen Sommer. Die Jahreszeiten sind dort nämlich genau umgekehrt. Ich finde den Gedanken so aufbauend und schön, dass wir bald den kalten, nassen Winter hinter uns lassen können und unsere Füße ins Meer halten dürfen. Die Reisezeit ist also optimal, durchschnittlich 28 Grad soll es haben.

Eine meiner engsten Freundinnen war letzten Winter mit zwei kleinen Kindern in Südafrika und sie war absolut begeistert von der Kinderfreundlichkeit. Etwas, das mir in Deutschland oft ein bisschen zu kurz kommt, hier hat man häufig das Gefühl, dass Kinder in öffentlichen Räumen eher geduldet werden. In Südafrika gibt es viele Spielplätze, kinderfreundliche Restaurants mit tollen Spielecken und viel viel Platz zum Austoben.

Unser Flug geht von Frankfurt über Namibia (nur ein Mini-Zwischenstop) nach Kapstadt. Ganz bewusst haben wir nach einem Nachtflug geschaut, denn – so meine Vorstellung – irgendwann müssen die Kinder ja mal schlafen;-) Vor dem langen Flug mit den Beiden habe ich ehrlicherweise wirklich Respekt, ich werde immer schnell nervös wenn sie laut oder bockig sind und viele Menschen um mich herum sitzen. Aber ich sehe es mittlerweile so: Was sind schon elf Stunden im Flugzeug, wenn wir dafür einen Monat Südafrika erleben dürfen?

Für die Kinder reicht ein normaler Kinderreisepass. In Südafrika sind außerdem internationale Geburtsurkunden nötig. Die bekommt man beim Standesamt und sie werden innerhalb weniger Minuten ausgestellt. Für die Erwachsenen braucht man einen Reisepass und internationale Führerscheine (in Südafrika herrscht übrigens Linksverkehr). Empfehlenswert ist natürlich außerdem eine Auslandskrankenversicherung.

Im zweiten Teil werde ich Euch mehr über unsere konkrete Reiseroute in Südafrika verraten. Wir machen es ganz entspannt und bleiben auch mal länger an schönen Orten um nicht in den typischen „Urlaubsstress“ zu geraten. Vielmehr wollen wir geniessen, nicht hetzen – ein bisschen entschleunigen.

Alles Liebe,

Eure Jenny

PS: Für diesen Artikel habe ich übrigens mehrere Abende gebraucht- Immer wieder wurde ich von unserem gerade extrem schlecht schlafenden Baby unterbrochen, das im Moment so viel Nähe braucht. Ja, es ist anstrengend und zehrend, aber ich geniesse diese innige Zeit doch sehr…

 


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *