„Halt‘ dem Kind den Mund zu!“

Diese Geschichte, die ich Euch hier aufschreibe, ist meinem Mann und mir zusammen mit Theo vor ein paar Tagen tatsächlich passiert. Für die einen mag es sich anhören wie eine Kleinigkeit, für uns ist es die traurige Erkenntnis, wie kinderfeindlich manche Menschen in diesem Land sind.

Aber von vorne:

Wir waren gemeinsam in einem richtig großen Supermarkt einkaufen. Eigentlich liebt Theo das – diesmal war aber schon nach wenigen Minuten der Wurm drin. Erst quengelte er, dann weinte er. Nicht schrill, aber dennoch unüberhörbar. Während ich unsere Einkäufe aus den Regalen in den Wagen packte, kümmerte sich mein Mann um Theo und versuchte ihn irgendwie zu bespaßen oder zu beruhigen. Aber wer ein Kleinkind hat, der weiß: Das geht halt manchmal nicht so einfach – vor allem dann nicht, wenn das trotzige Kleinkind einfach KEINEN BOCK hat.

Als ich vor dem Kühlregal stand und Theo und sein Papa ca. 2 Meter von uns entfernt waren (der Kleine quengelte da gerade wieder recht laut), sagte eine grauhaarige Frau extremst genervt zu ihrem Mann:

„Ooooh, halt‘ dem Kind den Mund zu!“

Dummerweise stand ich genau daneben. Und wer mich kennt, der weiß, dass ich in solch einem Moment nicht einfach NICHTS sagen kann.

Ich stellte die Dame also kurzerhand zur Rede. Von Einsicht aber keine Spur – sie wurde noch frech und fing stattdessen an, mich und meinen Mann, der mir zur Seite eilte, zu duzen.

Sowas UNTRAGBARES! Ein quengeliges Kind im Supermarkt! Wie können wir Rabeneltern sie nur beim Einkaufen so derartig nerven und stören. Wir diskutierten einige Minuten mit dem Ehepaar – aber es war sinnlos.

Die Situation war wirklich unschön und sie hat uns sogar noch auf unserer Heimfahrt beschäftigt. Muss man sich heutzutage SCHÄMEN oder gar ENTSCHULDIGEN, wenn ein nicht mal zwei Jahre alter Junge in der Öffentlichkeit mal weinerlich ist??? Was geht in solchen Leuten vor? Hatte diese grauhaarige Frau nie ein trotziges Kind? Sind Kinder nur süß, wenn sie brav und brezenkauend im Wagen sitzen und ältere Herrschaft „duziduzi“ machen können? Sorry…

Ich bin wirklich traurig und entsetzt zugleich. Und meinem Mann geht es ähnlich.

Habt Ihr Ähnliches erlebt? Gab es bei Euch auch solch unschöne Situationen in der Öffentlichkeit, in der sich andere Leute lautstark über Euer Kind beschwerten? Wie habt Ihr reagiert? Ich bin wirklich sehr gespannt auf Eure Erfahrungen…

Eure Jenny


40 Gedanken zu „„Halt‘ dem Kind den Mund zu!“

  1. Oh man. Da muss man echt den Kopf schütteln.
    Es gibt immer blicke die sagen oh man jetzt meckert das Kind oder ist bockig.
    Aber haben nicht auch mal erwachsene schlechte Laune ??? Ja da wird nichts gesagt aber wenn Kinder mal schlecht drauf sind da wird man böse angeschaut oder auch noch dumm angeredet. Ich finde so was wriklich unter aller ……
    Finde ich super das ihr da was gesagt habt. Hätte ich auch.

    Zum Glück bis auf ein paar blicke nichts ……

    1. Liebe Sabrina, ich konnte da wirklich nicht NICHTS sagen. Ich musste da einfach für mein Kind einspringen. Und immer noch macht es mich sauer.

  2. Ich hätte definitiv auch etwas gesagt. Manche Leute haben wirklich merkwürdige Ansichten. Vllt. hatten die selbst nie Kinder und kommen aus einer Generation, in der Kinder nicht Kinder sein durften

    Eigentlich hätte man der Dame den Mund zu halten müssen mit dem Kommentar: „Das ist kein schönes Gefühl, oder?! und sich umdrehen und gehen 😉

    aber 1. wäre es mir in der Situation gar nicht eingefallen und
    2. besitzen wir ja Anstand und werden nicht handgreiflich

  3. Oh no… wir ziehen wegen sowas sogar um – kinderhassende Nachbarn und Vermieter die uns rausgeholt haben! Richtig übel… ich häng es mal an wenn es ok ist ansonsten löschen :) http://www.2kindchaos.com/blog/entry/familienwahnsinn/2015/10/17/schon-wieder-umziehen

    Dumme Sprüche oder Blicke kenn ich auch bei Kleinkindern hört man nurnoch verzücktes Oooh wenn sie ruhig und süß sind alles andre ist unerwünscht (lachen und spielen meist auch schon). Je älter desto schlimmer vermute ich… voll schade!

    LG Frida

    1. Hi Frida, das hab ich gelesen bei dir. Und je mehr ich davon nun von verschiedenen Leuten höre, desto trauriger und ratloser macht es mich. Wir müssten mal eine richtige Kampagne für ein wirklich kinderfreundliches D starten. Sodass sich das jeder einzelne mal bewusst macht, was er da tut. Gruß, Jenny

  4. Solche Geschichten spielen sich hierzulande leider immer öfter ab.
    Sowas summiert sich Mut anderen Dingen auf, dass am Ende die Gesellschaft leider immer kinderfreundlicher da steht.
    Neulich saßen wir draussen mit Kleinkind auf dem Schoß und haben an einem Picknicktisch gegessen. Ein paar Tische weiter saß eine größere Gruppe Menschen. Zwei davon wollten wohl Rücksicht auf ihre Gruppe nehmen und setzten sich zum rauchen an unseren Tisch dazu. Ungefragt. Als ich sie freundlich angesprochen habe, dass der Rauch direkt zu uns zieht, gab’s den Kommentar, wenns einen stört solle man halt daheim bleiben. Ja danke auch.
    Ich weiss nicht wieviel kippen ich bzw meine Tochter schon aufgehoben habe.

    Aber: ich habe inzwischen auch schon viele Jugendliche getroffen, die an Rolltreppen und nicht funktionierenden Aufzügen auf mich zugekommen sind und mir mit dem Kinderwagen geholfen haben. Vielleicht doch ein Grund zur Hoffnung.

    1. Nicht wahr, oder, liebe Barbara???? Deine Story mit den Rauchern lässt mich gerade fassungslos sein- das toppt ja wohl alles!!! Wie hast du danach reagiert??? Liebe Grüße, Jenny

  5. Das ist echt traurig. Wir bekommen oder blöde Blicke selbst dann wenn unsere Kinder laut lachen und rumblödeln. Mich stört das nicht mehr ich schau nur blöd zurück. Uns ist aber auch schon passiert, als einer unser Kinder einen tobsuchtsanfall Anfall hatte, das fremde Leute versuchen unser Kind zu beruhigen. Lächelnd und mit den Worten zu uns, alles gut. .Jeder hatte das mal mit seinen Kindern.

    1. Liebe Jasmin, ja, zum Glück gibt es auch einige sehr sehr nette Menschen, die Kinder lieben und die Verständnis haben. Und zwar auch dann, wenn sie mal nicht „mustergültig“ sind. Schöne Grüße

  6. Ohweh das kenn ich nur zu gut.
    Mein Sohnemann ein richtig wilder und lauter Bub.
    Letztes Jahr als wir mit dem Bus gefahren sind hatte er mal wieder seine verrückten 5 Minuten.
    Er war laut hat gebrüllt einfach nur so zum Spaß.
    Natürlich hab ich versucht das er still ist aber je mehr ich es versucht habe desto lauter wurde er.
    Niemand hat was gesagt oder auch blöd geschut.
    Aber eine ältere Dame hat im Hintergrund rum gemault.
    Sie stieg dann an der selben Bushaltestelle aus und fing an mich und meine Kinder auf das übelste zu beschimpfen.
    Da flogen Worte wie unerzogne Fratzen und das meine Kinder dumm sind.
    Ich versuchte höfflich zu bleiben und hab Sie gefragt ob sie nicht selbst Kinder oder Enkel hat/hatte. Antwort war. Ja aber meine waren nicht so dumm wie Deine und das wir Asozial wären.
    Musste nur lachen und hab gesagt das Sie nicht mal weis was Asozial ist.
    Naja Sie ist dann davon gerauscht ohne ein Wort.
    Sie läuft mir auch fast täglich über denn Weg aber seit diesem Vorfall ist sie immer nett und Grüßt auch.
    Aber leider musste ich es immer wieder erleben das es meist die älteren sind die sich über die Kinder beklagen.
    Finde das sehr sehr schade.
    Liebe Grüße 😀

    1. Dass sie jetzt freundlich grüßt, das ist aber verwunderlich. Ich bin ja ein sehr sehr nachtragender Mensch und könnte da nicht freundlich sein….Grrrr…
      Schöne Grüße an dich!

  7. Solange es Babys sind, haben Fremde anscheinen das ungeschriebene Recht, diese einfach ungefragt und ungebeten anzugrabbeln (dieses „dutzidutzi“-Ding mit Anfassen… darüber könnte ich noch ’nen selbst erlebten Roman schreiben). Babys dürfen dann auch ruhig schreien – das sieht dann der Fremdling als „dutzidutzi-grabbel“-Aufforderung und tatscht direkt drauf los – immer fein mit den Pfoten an Mama/Papa vorbei.

    Aber wehe die Kinder werden größer und quengeln mal in der Öffentlichkeit – dann macht niemand mehr „dutzidutzi“. Im Gegenteil, dann hat man als Eltern direkt versagt, aus dem Kind wird sofort das berühmt-berüchtigte „AK“ (Gruß an Mittermeier) und man sollte sich doch bitte weitestgehend aus der Öffentlichkeit fernhalten oder zumindest das störende Kind einfach nicht mehr mitnehmen.

    Komischerweise sind es meist Senioren, die sich über quengelnde Kinder aufregen….

  8. Oh man armes Deutschland :-(
    Welche Situation ich auch immer wieder erlebt habe…warum weint es den…es hat bestimmt Hunger…klar ich gebe ihm ja nichts…um semtlichen Diskussionen aus dem Wege zu gehen warum er ständig geweint hat…er bekommt Zähne…meist war dann Ruhe…den Leuten zu erklären das er Dreimonats Koliken hat…wäre sinnlos gewesen…aber wehe ein Kind weint…dann wird man entweder als störend angesehen oder als Rabenmutter die ihrem Kind nichts zu essen gibt 😉

    1. Ich glaube, das liegt daran, dass viele Leute intuitiv helfen wollen – und sich dadurch ungefragt einmischen. Schöne Grüße, Jenny

  9. Das ist echt traurig. Bemerk ich aber auch nicht selten.

    Traurig find ich auch wenn Eltern mit kleineren Kindern kein Verständnis haben. ich war letztens einkaufen, hörte man schon von weitem, daß es eine Mutter grad mit ihrem Einkauf nicht einfach hat: ihr Kind schrie was das Zeug hielt. Mein erster Gedanke: oh die Arme, ich kenn das.
    Neben mir ein Pärchen mit ruhigem Kleinkind. Der Vater sagte zu seiner Partnerin: boah das NERVT. Ihr Reaktion fand ich klasse. Die grinste ihn an und antwortete gelassen: na, das gehört dazu.

    Mein Luca wollte letzte Woche nicht in den Kindergarten. Ich glaub die ganze Stadt konnte das auch hören. Zum Geschrei ließ er sich auch ordentlich hängen. Da wird jeder Fußweg lang 😀 Ich sah daß am ende der Straße eine Frau immer wieder schaute und dann auch stehen blieb mit Blick auf uns. Ich dachte zuerst noch: oh nein, dumme Kommentare kann ich heut dazu jetzt gar nicht gebrauchen. Aber es kam anders. Sie sprach uns an: was ist denn bei euch los? Ich sagte: Luca hat heute Morgen beschlossen daß Kindergarten doof ist. Sie lachte und sagte: das hab ich mir schon gedacht. Dann sagte sie zu Luca: schau mal mein Hund muß den ganzen Tag mit mir an die Arbeit, da hast du es im Kindergarten doch viel besser. Du kannst schön spielen.

    Eben gerade kamen mir die beiden mir entgegen als ich auf dem Heimweg vom Kiga war. Ein lachender anerkennender Blick von Weitem schon. Als wir auf gleicher Höhe waren sagte ich: jaaa, heut war Kiga wieder prima. Sie lachte und sagte: na also 😀

    1. Toll! Solche großartigen Menschen gibt es zum Glück auch – und die machen einen manchmal wirklich ein bisschen fröhlich:-)

  10. Ja, als mein Theo(dor) ein Kleinkind war, bin ich auch öfters in solche Situationen gekommen, die ich mit den betreffenden Personen auch erst immer ausdiskutieren wollte, was aber – wie bei Dir im geschilderten Fall – in der Regel nichts brachte. Irgendwann bin ich dazu übergegangen, solche Leute komplett zu ignorieren und sehr böse anzuschauen…und ich kann echt böse gucken. …

    1. Hallo Sanne, oh ja, wenn Blicke töten könnten 😉 Das kenne ich auch! Aber ich kann da einfach nicht meinen Mund halten – sonst PLATZE ich!!!
      Liebe Grüße von einer Theo(dor)-Mama an eine andere Theo(dor)-Mama 😉

  11. Ich musste da sofort an den Vorfall bei mir denken er liegt ca 5 Jahre zurück. Meine Tochter war ein halbes jahr als und meine Nichte 5 Jahre. Wir waren zusammen mit den Kids einkaufen und meine Nichte war nach der Kita müde aber es nützte nix wir bräuchten noch Sachen. Dementsprechend ist meine Nichte aber im laden auch quengelig gewesen und als sie dann noch bockig wurde weil es ihr zu lange dauerte war vorbei. Wir würden doof angeguckt was uns aber nicht störte. Es wurde noch schlimmer als meine Nichte was süßes wollte und meinte Schwester es nicht erlaubte. Meine Nichte heulte den ganzen laden zusammen während wir an der Kasse standen. Auf einmal kam ne alte Dame zu uns guckte uns böse an wollte dann meine Nichte in den arm nehmen und sagte doch allen ernstes zu der kleinen das wir nen schlechten Tag hätten und das sie alles abkriegen aber es bald wieder besser wird. Ich war baff! Meine Schwester nahm meine nichte zur Seite und meinte dann zu der Dame sie solle sich da raus halten vorallem wenn sie nicht alles mitgekriegt hat. Die fing dann an zu Pöbel man solle Kinder nicht heulen lassen und sie sollten alles kriegen und so. Wie haben uns angeguckt meine Nichte zur Seite genommen eingepackt und den laden verlassen mit der reden brachte eh nix. Manche Leute sehen nur was sie wollen und gerne hätten unmöglich

  12. So etwas in der Art ist mit auch schon passiert. Meine Tochter hat ein Gurkenglas im Supermarkt runtefallen lassen, damit ihr nichts passiert (Scherben), habe ich sie in den Einkaufswagen gesetzt.(So konnte ich auch schneller jemanden Bescheid geben, wegen unserem Malheur) Natürlich war sie überrascht und fing laut an zu weinen. Genau in diesem Moment kommt ein älterer Herr um die Ecke und spricht meine Tochter an: „Na ist deine Mama ist aber heute nicht lieb zu dir, armes Kind“ – Leider war ich nicht schlagfertig genug. Mir blieb einfach nur der Mund offen stehen.

      1. Es ist immer so schade, dass einem erst hinterher die passenden Gegenargumente einfallen :-( Schnief. Aber das war schon echt ein Hammer, zumal er gar nicht mitbekommen hat, was passiert war.

  13. ich sehe solche Sachen immer von zwei seiten. Es ist ja nicht nur für andere eine nervige Situation. Bei mir als Mutter steigt genauso der Stresspegel.

    Was mich am meisten jedoch nervt ist, dass ich das Gefühl habe, dass die Leute wirklich denken, dass man als Mutter oder Vater in solchen Situationen einfach nur die Däumchen dreht.

    Beispiel Flugzeug. Jedesmal wenn ich in ein Flugzeug steige bekomme ich Tipps wie ich mein Kind beruhigen soll von Business-Männern. Teilweise wird man wirklich beschimpft dass man das Kind ruhig stellen soll.
    Ich frag mich was in den Köpfen vor geht. Ich lehne mich ja nicht zurück sondern versuche ja schon alles, damit das Kind ruhig ist und der Flug für ALLE angenehm ist – auch für MICH. Es ist für Mütter und Väter nämlich auch keine tolle Situation.

    Manchmal wäre etwa, ein wenig, ein Funken mehr Rücksicht toll.

    1. Ja ganz genau…man ist ja selbst gestresst und wünscht sich, dass das Kind „funktioniert“ – also ruhig ist. Man leidet ja mit…

  14. So etwas kenne ich auch. Nach dem schwimmen wollte sich mein 2-Jähriger partout nicht anziehen lassen und bockte in der Kabine. Er zog sämtliche Register vom Schreien bis auf den Boden werfen. Das einzige was das letzten Endes geholfen hat, war mein Smartphone auf dem er Bilder und Videos von sich angucken durfte. Nachdem wir dann endlich beide angezogen waren und zum Föhnen gingen meinte eine ältere Dame auch mich blöd von der Seite anzumachen, wieso so ein kleines Kind denn schon ein Smartphone haben muss. Von dem Theater 10 Minuten vorher hatte sie natürlich nichts mitbekommen….

    Ein anderes Mal im Supermarkt hatte ich allerdings etwas positives erlebt! Solange mein Sohn lieb hinter mir her läuft darf er einen kleinen Einkaufswagen haben. Da lasse ich ihn dann auch immer etwas von unserem Einkauf rein packen. Das klappt allerdings nicht immer, so dass ich ihn dann meckernd im Kinderwagen anschnalle. Wie auch bei diesem mal. Das ist dann der Zeitpunkt wo auch keine Ablenkung mehr hilft. Er saß da also bestimmt schon 3-4 Minuten protestierend im Wagen während ich schnell alles zusammen suchte. Da spricht ihn eine ältere Dame, die mit ihrem Mann einkaufen war direkt an und sagt ihm in total liebem und kinderfreundlichen Ton: du bist aber laut.
    Daraufhin war plötzlich Ruhe ich hatte mich dann noch kurz nett mit der Dame unterhalten. Es gibt also doch noch die andere Sorte! Ich hoffe nur, dass wir uns im Alter erinnern und zur letzteren Sorte gehören!

  15. Wir hatten solche Situationen auch schon. Wenn wir zu zweit sind, geht einer mit unserem Sohn raus und der Andere kauft in Ruhe weiter ein. Für die Kinder ist das ja auch kein Spaß… Ansonsten finde ich es gut, ggf. etwas zu sagen – das mache ich auch, wenn es nötig ist. Wünsche euch viel Kraft und lasst euch von solchen Leuten nicht ärgern.

    herzliche Grüße
    Anne

  16. Alles schon erlebt… meine Theorie zum Thema ist: Eine Gesellschaft, die ihre Kinder ab 12 Monaten aus dem allgemeinen Leben entfernt und in Sondergebieten “parkt“, verlernt das Zusammenleben mit ihnen.

  17. meine Schwester und ich sind mal in einer Fußgängerzone einer Kleinstadt mit unseren drei Kids (damls zwischen zwei und vier Jahren) gelaufen. Die Kids liefen artig vor uns her, Hand in Hand. Sie haben gelacht und geplappert. Manche Leute sahen uns an, als ob wir nicht normal sind.. eine Hat uns sogar angesprochen, ob wir uns nicht schämen, als 2 Frauen so viele Kinder zu haben… da hab ich entgegnet: die gabs heut im Woolworth im Angebot.. drei für eins und ein gratis Spiel mit dazu…. die hat nix mehr gesagt… Manchen Leuten sollte man das denken echt verbieten.

  18. Zum Thema Däumchendrehen. Ich habe echt schön oft erlebt, dass Eltern ihr schreiendes (oder auf andere Art nervendes) Kind einfach ignoriert haben. Und wenn man sie dann darauf anspricht kommt ein „das ist doch süß“ oder „das Kind muss sich doch entfalten“. Manche Eltern denken echt, sie hätten einen Freifahrtsschein für alles. Ich kann diesen aufkommenden Kinderhass echt verstehen, ein Großteil der Kinder ist einfach total verzogen und rotzfrech. So erlebe ich es zumindest oft. Man schadet dem Kind ja so schwer, wenn man mit ihm schimpft… Einmal war ich auch dabei, als ein Kind einen Hund getreten hat. Als ich zu den Eltern gegangen bin, kam nur der Spruch, dass ihr Engel von einem Sohn sowas nieeeemals machen würde… Da platzt mir dann auch der Kragen

  19. Hatte ich auch schon. Wir wurden allerdings gefragt, ob wir denn nicht raus gehen könnten bis das Kind sich beuhigt hat. Das hält man ja nicht aus!! ??
    Und das war damals auch nur „normales“ Kleinkind-Gequängele! Ich dacht damals auch ich bin im falschen Film.
    Hab dann nur gesagt: nee, ich kauf jetzt ein. Aber sie könne ja draußen warten bis ich fertig bin.
    Auch eine ältere Dame in Begleitung einer Einkaufshelferin…

  20. Nimm Dir das nicht so zu Herzen!
    Wahrscheinlich handelte es sich um eine einsame, verbitterte, alte Dame ohne Familie.
    Manche Menschen sind innen einfach sehr hässlich.
    Meine Omi sagt immer: „Kinder die laut sind und dreckig, die sind gesund“ *hahaha* Meine Omi ist schon schlau 😀
    Meine Jungs sind 11, 9 und nochmal 9. Was glaubst Du wie zauberhaft die Lautstärke hier zu Hause, bzw. beim Einkaufen manchmal war?
    Wenigstens hörte man, dass die Kids noch leben *lach*
    Vielleicht reagierst Du demnächst etwas ironisch à la „Mensch das ist ja toll, dass ihre Kinder gleich erwachsen auf die Welt kamen! Wenn ich mal Zeit habe, erklären Sie mir doch wie das funktioniert!“ Umdrehen, stehen lassen. Die sind meist so verdattert, dass denen nix einfällt *hihi*
    Liebe Grüße
    Yvonne mit dem Lockenkind und dem fabulösen Doppel 😀

  21. Das also ich ausgerechnet heute, nachdem ich mit einem laut heulenden Kind ein schönes Spielzeug-Geschäft verlassen musste… erst finden alle meine Tochtet sooo süß…aber wehe, sie trotzt. Dann ist sie auf einmal ein Satansbraten. Dabei ist das in dem Alter völlig normal.

  22. Mir ist letztens dies passiert: ich war mit meinen drei Jungs (7, 3 und 1 Jahr) freitags spät nachmittags in der Bibliothek. Die „Großen“ hatten wieder reichlich Lesestoff ausgesucht und ich machte mich mit allen dreien auf zur Theke zum Verbuchen der Medien. Bis dahin waren alle drei wirklich ruhig ud waren dabei sicher auch kaputt und müde von der anstrengenden Woche. Die Bibliothekarin meinte sehr schroff zu uns, zum Ausleihen sollten wir bitte an den Selbstverbuchungsautomaten gehen. Da stand bereits eine Schlange von vier oder fünf anderen Leuten und mir schwante nichts Gutes. Ich technisches Genie hatte den Automaten bislang nie genutzt und sollte dies nun also mit der müden Meute und unter Zeitdruck (bis zum Schließen der Bibo waren es noch etwa 15 Minuten) sofort erfolgreich bewerkstelligen. Gerade als ich an der Reihe war und mir die größte Mühe gab, den Überblick zu behalten über die Stapel bereits bzw. noch nicht verbuchter Medien, bahnte sich bei meinem Dreijährigen ein Wutanfall an. Einer der heftigen Sorte. Derweil wuchs hinter uns die Schlange ungeduldig Wartender. Natürlich fing nun der Kleine auch noch an zu weinen. Ich schon sichtlich am Ende. Schließlich kommt eine der Bibliothekarinnen zu uns und ich denke, sie wird die Situation wohl retten und beim Verbuchen helfen. Fehlanzeige. Sie fragt, ob DAS etwa meine Kinder seien und das gänge so ja nicht, da sie mit den anderen Nutzern nicht mehr reden könne. Und wenn ich die Kinder jetzt nicht zur Ruhe brächte, müssten wir jetzt gehen…!!

  23. ich hätte ganz laut vor der dame zu meinem kind gesagt:“ du musst noch viiiel lauter schreien, die dame hört nichts!“
    dann hätte nämlich sie sich geärgert und nicht du! :)
    man muss sich für solche situationen einfach saublöde sprüche zurecht legen, damit rechnen die anderen nicht!
    ärgere dich nicht und denk dir: dein kind wird irgendwann nimmer zickig sein. es gehört einfach dazu in der entwicklung.
    es kommt einem im leben eh alles ungute zurück. darauf darfst du hoffen! :)
    alles liebe!!

  24. Das ist echt sooo mega traurig. Armes Deutschland. Als unser kleiner Prinz ca. 1 Jahr alt war, erlebten wir Ähnliches. Er quängelte nicht einmal, nein er jauchzte immer vor Freude, wenn wir im Supermarkt durch die Gänge liefen und freute sich an den Lampen und den bunten Regalen, allerdings eben nicht ganz leise. Da kam ein älterer Mann auf uns zu, stellte sich vor meinen Einkaufwagen und brüllte meinen Kleinen auf Augenhöhe an: Jetzt bist du aber still!
    Ich war so perplex, dass ich wie erstarrt stehenblieb und nichts entgegnete. Darüber ärgere ich mich jetzt noch.

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