Kochst du selbst oder bist du eine „Rabenmutter“?

Zugegeben: Der Titel des Beitrages ist natürlich absichtlich ein bisschen überspitzt formuliert. Aber einen wahren Kern hat er zweifelsohne – zumindest habe ich diese Erfahrung gemacht.

Mit 5-6 Monaten bekommt ein Baby das erste Mal Beikost – meist Gemüsebrei. Und schon vorher gehen die Diskussionen unter Müttern los. Ganz klar erkennbar: Es gibt zwei Lager. Die, die selbst kochen – alles frisch, vielleicht noch mit einer High-Tech-Küchenmaschine. Und die, die zu Gläschen greifen – die „Rabenmütter“happy-wink

Ich gehöre zu den „Rabenmüttern“ – oh jecool

Anfangs wollte ich auch selbst kochen, aber mein werter Sohn verweigerte mein selbstgekochtes Mahl. Ehrlich gesagt war ich daraufhin ein bisschen eingeschnappt, schließlich habe ich den Karottenbrei für ihn mit extra viel Liebe zubereitet.

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Der Dank? Ein mächtig karottiger Latz und orangefarbene Haare, Ohren und Fingerchen. Die selbstgekochten Karotten waren überall, nur nicht im Magen des kleinen Mannes.

Nach zwei Tagen „Brei-Pause“ griff ich zum Hipp-Gläschen. Und siehe da: Er aß!

Von da an war für mich klar: Ich bin Gläschen-Mama – die sind aber auch praktisch. Vor allem die Menüs mit Fleisch hatten es Theo angetan, er war schon beim Anblick total aufgeregt. Im Gläschen sind gute Bio-Zutaten, so wusste ich, dass er mit genügend Vitaminen versorgt wird. So einfach, so praktisch.

Nur: Ich wurde ehrlich gesagt schon manchmal komisch angeschaut von Müttern aus dem anderen Lager. „Wie? Du kochst nicht selbst?“ Ich fand es teilweise wirklich übertrieben, wie andere Mütter hin und wieder reagierten. (Nebenbei erwähnt: Die, die komisch reagierten, waren eher entfernt bekannte Mütter, keine befreundeten Mamas – das macht schon einen Unterschied, wie ich finde!)

Ich kochte nicht selbst. Nein. Aber ich war doch deshalb noch lange keine Rabenmutter! Ich kaufte Bio-Gläschen und lies mein Kind schließlich nicht verhungern. Also schaut mich nicht so komisch an!!!!

Anfangs ärgerte ich mich über diese Blicke und Kurzdiskussionen. Ich musste mich quasi rechtfertigen, dass ich Theo mit guten Babygläschen fütterte.

Irgendwann antwortete ich aber auf diese Fragen ganz lapidar: „Nein, ich koche nicht selbst für Theo. Ich bin absoluter Hipp-Gläschen-Fan und er auch.“ Dazu strahlte ich die Besserwisser-Selbstkoch-Mama an und schon war das Thema vom Tisch.

Ich habe dadurch gelernt, dass man zu allem, was man als Mutter macht, einfach zu 150 Prozent dahinter stehen muss – und schon kommen keine Diskussionen, egal zu welchem Thema: (Hier ein kleiner Auszug. Habe ich alles schon so erlebt im ersten Jahr als Mutter)

„Wie, dein Kind schläft nicht durch?“ – „Nein, aber das ist kein Problem. Er wird schon durchschlafen, bevor er 18 ist. “

„Wie, du stillst immer noch?“ – Ja, und ich mache es gerne.“

„Wie, du gibst dein Kind zur Tagesmutter und bleibst nicht Vollzeit zuhause?“ – „Ja, und er liebt es so sehr mit anderen Kindern zu spielen.“

Selbstbewusst zu dem stehen, was man tut, das ist das Richtige. Ohne sich verunsichern zu lassen von anderen.

Und ganz wichtig: Dazu immer LÄCHELN excited

Eure Jenny

PS: Mit 11 Monaten fing Theo übrigens an, oft das gleiche zu essen wie wir. Das Vorurteil, dass Gläschen-Babys kein richtiges Gemüse mögen, kann ich nicht bestätigen. Er isst fast alles, sehr gerne zum Beispiel Brokkoli pur.

Wenn es aber mal schnell gehen muss, greife ich auch ab und zu mal auf die leckeren Hipp-Herzchenteller zurück…

 

**Der Artikel stellt meine eigene Meinung dar und ist nicht aufgrund einer Kooperation entstanden!**


21 Gedanken zu „Kochst du selbst oder bist du eine „Rabenmutter“?

  1. Meine Tochter hat auch meinen selbstgemachten Brei abgelehnt. Wir haben daher auch zu den Hipp Gläschen gegriffen und das war auch vollkommen in Ordnung so :-)

  2. Obwohl ich zur „Selbstkocher-Fraktion“ gehöre muss ich zugeben, dass meine Tochter auch ab und an ein Gläschen bekommen hat. Ich finde das absolut in Ordnung!!
    Wichtig ist doch, dass mit Liebe gefüttert wird! ❤️

  3. Mein kleiner wird jetzt dann zwar schon 5 aber ich kenne das zu genüge! Ich habe Hauswirtschafterin gelernt und da ist die Ernährung vorallem von Kleinkinder andauernt Thema. Als mich meine Arbeitskollegen besucht haben und gesehen hab das Nils Gläschen bekommt zu essen war ich Blicken ausgesetzt das war nicht lustig! Aber ich muss dir recht geben ein guter spruch auf den lippen und lächeln dann wissen die nicht was mehr dazu zu sagen. Und mir ging es genau gleich wie dir selbstgekochter Brei flog im hohenbogen durch die Wohnung und HIPP Gläschen vergötterte er!

    also denk dir nix bei… immer lächeln und winken 😉

    Larissa

  4. Das kenn ich mit dem „wie du kochst nicht selbst“. Meine Antwort darauf war auch immer nur die eine: „Nein, meine Zwillinge bekommen nur das Beste von Hipp, da ist nämlich garantiert alles Bio und es wird so super kontrolliert, dass da gewiss keine Schadstoffe drin sind. Zudem lieben die Beiden einfach alles von Hipp.“
    Selbst kochen wollt ich auch mal, aber die Zwei haben den liebevoll zubereiteten Brei auch nicht. Also musste Hipp her, da gibts sogar weiße Karotte, das ist super und saut nicht alles so ein.

  5. Meine Tochter bekommt beides 😉 Lieber ist es mir selbst zu kochen, aber mit 4 Kindern habe ich alle Hände voll zu tun und dann passiert es schon mal daß ich kurz vor der Mittagsessenzeit merke: „oh je du hast vergessen für die Kleine zu kochen“ zum Glück habe ich extra für solche Situationen immer ein paar Gläschen auf Vorrat und ich muß zugeben, daß das in letzter Zeit reht häufig vorkommt 😀

  6. Bei uns gabs beides im Wechsel. Aber diesen kleinscheißkram (Möhrenbrei, Pastinakenbrei *würg* etc) habe ich bei keinem der drei selber gekocht ( bin ich irre?) das kam ausm Glas und gut ist. Hat allen geschmeckt und selbstgekochtes gab es auch. Maispolenta zum Beispiel.

    Inzwischen essen alle alles und vom Brei sind wir schon ne ganze Weile weit weg.

  7. Haaaach, schön zu hören, dass das jemand „freiwillig“ zugibt! In meinem Bekanntenkreis hör ich ständig, dass nur Selbstgekochtes gut ist für das Kind – aber wenn die Gläschen sogar mir schmecken und gesund und Bio sind, warum sollte die dann nicht auch mein Kind bekommen???
    Freue mich schon auf deinen nächsten Blog-Eintrag :)

  8. Meine Tochter war zu Beikostbeginn weder vom Selbstgekochten noch von Gläschen wirklich überzeugt. Ich glaub ich hab genau einmal selbst Brei gekocht ;-). Mir war es dann um die Zeit und Mühe zu schade. Jetzt mit 15 Monaten koch ich immer noch nicht extra für sie, sie isst am Tisch mit. Und wenns mal nix babygerechtes gibt bekommt sie ein Hipp Gläschen – ihr Favorit ist Spaghetti Bolognese 😉

  9. Es ist 6.30 Uhr…Die tolle George Clooney Kaffeemaschine hat gerade beschlossen ihren Geist aufzugeben….und doch kann ich vor mich hinschmunzeln!

  10. Ich hatte mir fest vorgenommen beim dritten und letzten Kind wird selbst gekocht ; -) Das Kochbuch für Babys liegt unangetastet im Schrank :-) Es wäre in großen Stress ausgeartet, da ich eh nicht allzu gerne koche und dann bei 4 Personen, die eh schon sehr individuelle Geschmäcker haben noch Sonderbrei puh… Also hat Kind drei, wie auch die anderen beiden Hipp bekommen bis sie bei uns mitessen konnte :-)

  11. Meine Tochter war und ist ebenfalls ein riesen Hipp-Fan. Selbstgekochtes Essen durfte Mama immer fein selber essen. Alles flog in den Müll außer Hipp. In Hipp war wohl einfach mehr Liebe drin.

  12. Hallo Jenny! Du sprichst mir aus der Seele. 1. hatte ich nie die Zeit gefunden mich jedes Mal hinzustellen und alles selbst zu kochen und 2. finde ich die Glässschen von Hipp super. Gibt es schon Jahrzehnte und ist alles streng kontrolliert. Ich hatte da volles Vetrauen! Auch beim 2. Kind werde ich wieder eine Rabenmutter sein ;-)! Liebe Grüße! PS: toller Blog, weiter so!!!

  13. Wenn ich nen Garten hätte und der nächste Supermarkt wäre km weit weg dann würde ich sicherlich auch zum Kochlöffel greifen. Jedoch finde ich das selbstkochen nicht in meinen Alltag passt (3 Kinder plus 2 Hunde und berufstätig). Ich greife gern zum Glässchen, meinen Bambini schmeckts!!

  14. toll geschrieben Jenny :-)

    Unser David hat selbst gekochtes Anfangs nicht sehr gemocht, daher haben wir ihm auch Gläschen gegeben, ich hab die Erfahrung zum Glück nicht gemacht, dass mich eine andere Mama diesbezüglich angesprochen hätte oder dergleichen, im Gegenteil, es war sehr normal das die Kids aus dem Gläschen gegessen haben…. natürlich hätte ich mich auch gefreut wenn David meine ersten Selbstversuche geschmeckt hätten ..haha

    Heute ist David 16 Monate und er isst schon sehr brav mit vom Tisch, er isst ALLES haha
    jedoch kommt es auch häufig vor das wir auf die HIPP Teller zurück greifen, wir haben eine riesen Auswahl und er verputzt immer alles :-)

    Somit an alle die Gläschen oder der gleichen geben, es ist absolut OK und wir sind keine Rabenmütter :-) David hat auch gelernt wie frisches Obst, Gemüse ect. schmeckt, nur halt etwas später!

  15. Pikantes Thema! :-) Toll dein Mut zum Statement. Ich habe selbst oft frisch gekocht, da ich oftmals den Preis für die Hippprodukte überteuert finde. Selbstkochende Mütter die Gläßchen-Mamas abstempeln kenne ich zu genüge. Ich selber bin da toleranter. Jedem das seine.

  16. Oh ja Karottenflecken kenne ich (in die Sonne hängen hilft übrigens Wunder!). Leon und Noah-Elias haben viel Hipp bekommen, aber auch andere Marken. Nicht nur Hipp. Hipp hat aber die größte Auswahl. Banane und Apfel habe ich jedoch oft selbstzerdrückt. Noah-Elias liebte meinen Bananenmuss mit etwas Erdbeere! Ach ja, man will halt das seine Kinder gedeihen.

  17. Du siehst liebe Jenny! Meinungen über Meinungen! Nach 4 Kindern meine Meinung zu dem Thema:
    die meinung des kindes. egal wie mein Plan vorher ausgesehen hat, nutzt alles nix, wenn dein Kind entweder Glas oder selbstgekocht verweigert.
    Von daher war es bei uns mal Glas, und mal musste Mutti ran.
    Alles Liebe für dich und deinen Theo! Sonja

  18. Schon dein Post-Titel hat mich sofort zum Schmunzeln gebracht 😉 Wirklich schlimm, wie schnell Mütter dazu geneigt sind, vorschnell über andere zu urteilen oder ihnen die eigene Entscheidung in gewissen Aspekten ein wenig zu aufdringlich ,,ans Herz zu legen“ 😀 Das Thema treibt mich auch immer wieder aufs Neue rum. Von daher hast du mir ganz aus dem Herzen gesprochen, als du geschrieben hast, dass man zu 150% zu seinen eigenen Entscheidungen stehen darf und soll :) Das finde ich auch ganz besonders wichtig !

  19. Lieber Jennifer,

    ich finde den Titel Deines Beitrags – und natürlich den ganzen Beitrag – grandios. Ich sagte jüngst noch zu einem Zweifler: „Entweder stell ich mich abends in die Küche und koche, oder aber ich verbringe Zeit mit meinen Jungs. Einfache Rechnung!“
    Aber jede muss entscheiden, unter wie viel Druck sie sich (und bitte nur sich!) setzen möchte.
    Einen lieben Gruß aus Köln,
    Nouna

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