Me-Time.

Wenn ich zurückdenke an meine Anfangszeit als Mama (damals im Januar 2014), dann war ich eigentlich nicht richtig „vorbereitet“ auf diesen riesigen neuen Teil in meinem Leben. Man stellt sich das ja immer so romantisch vor: Das Baby schläft, man behält sein altes Leben quasi bei, nimmt das Kind überall mit hin – auch am Abend – man sieht toll und rosig aus, schließlich hat man ja FREI und man kann sich doch herrlich herrichten wenn das Neugeborene schläft.

Nach wenigen Wochen habe ich gemerkt, dass das nicht so ganz stimmte 😉

Zwar schlief der kleine Mann tagsüber schön, aber ICH eben oftmals auch. Weil ich so platt war von den Nächten und der zentnerschweren neuen Aufgabe. Und überhaupt: Ich war überhaupt kein eigenständiger Mensch mehr – ich war komplett fremdgesteuert aufgrund der Bedürfnisse meines Babies.

Mal spontan los mit einer Freundin um einen Latte Macchiatto zu trinken? Eigentlich kein Problem. Wäre Theos Windel nicht genau da ausgelaufen, als ich losfahren wollte.

Mal eben zum Friseur weil die Frisur rausgewachsen ist? Oha…mit festem Termin und Baby eine echte Herausforderung.

Genau das waren die Dinge, an die ich mich als Neu-Mama AM MEISTEN gewöhnen musste. Dass ich nicht mehr so flexibel, spontan und selbstständig war – gerade, weil ich Theo auch stillte.

Wie oft dachte ich mir damals: Das war’s jetzt! Du wirst nie wieder ein so eigenständiger Mensch sein wie früher.

ABER: Die Flexibilität kehrte tatsächlich zurück. Ich habe längst wieder ZEIT FÜR MICH – echte Me-Time. Das sind kleine Inseln für mich, die ich mir geschaffen habe und die mein Mann unterstützt. Sie tun mir und meiner Seele so gut. Denn: Natürlich bin ich wahnsinnig gerne Mama und ganz viel und intensiv für meinen Sohn da. Aber ich bin auch noch ein eigener Mensch mit Bedürfnissen. Und ich habe gemerkt, dass ich viel mehr Kraft habe, viel geduldiger mit meinem Theo bin, wenn ich ausgeglichen bin weil ich diese „ME-TIME“ habe.

Was ist für mich ME-TIME?

Auszeiten. Auch wenn sie kurz sind. Auch wenn sie unregelmäßig stattfinden.

– Feste ME-Time ein Mal pro Woche ist mein Aqua-Boxing-Kurs mit meinen Nachbarinnen. Ich bin eigentlich ein echter Sportmuffel, aber Wasserkurse sind genau mein Ding. Weil man die Anstrengung nicht merkt 😉 und trotzdem was tut.

-Mal ausnahmsweise einen Sonntagvormittag ALLEIN daheim sein und lesen (während Theo und sein Papa zum Beispiel in den Tiergarten gehen)

-Mal abends, während mein Mann mal einen Termin hat und Theo schon im Bett ist, leckerstes Sushi zu bestellen und alte Sex and the City-Folgen kucken

-Mal mit Freundinnen einen gemütlichen Abend im Restaurant verbringen und ganz viel ratschen:-)

– Mal was Schönes mit meinem Mann unternehmen während Theo ausnahmsweise mal bei meinen Eltern schläft

– 2 Mal im Jahr zum Osteopathen gehen. Hilft mir super gegen meine Migräne.

– Mal ganz in Ruhe ganz ausführlich im Bücherladen schmökern. So entspannend für mich!

Das sind MEINE INSELN. MEINE ME-TIME. Ich habe sie nicht ständig und oft, aber wenn ich sie habe, dann ZELEBRIERE ich sie auch. Und ich finde, dass sich  jeder Mensch, jede Mama, verdient hat mal ganz bewusst „gut zu sich zu sein“.

Umso intensiver und schöner ist dann wieder die Zeit mit dem Kind. Denn ich bin dann wieder aufgetankt und voller Energie und geniesse die „Quality Time“ und auch den Alltag mit meinem Theo<3

Jetzt bin ich gespannt: Was ist Eure „Me-Time“? Was macht Ihr, wenn Ihr eine kurze Auszeit habt?

Eure Jenny


3 Gedanken zu „Me-Time.

  1. hihi
    genauso erging es mir auch :)

    – im Alltag ist es abends ein heißes, entspannendes Bad, wenn der Kleine schläft

    – etwas essen und quatschen mit Freundinnen ist eine tolle Me-Time

    – und wenn der Akku ganz leer ist, hilft ein Wellnesstag mit Sauna in einer Therme, da genieße ich dann auch die Ruhe und das Nichstun

    Liebe Grüße
    Jenny

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