Mehr Kinder braucht die Welt, Teil 1

UIUIUIUIUI! Komplettes Neuland hier auf meinem Mama-Blog!!!

Gemeinsam mit Verena vom Mama-Blog MamaWahnsinnHochDrei,  (sie kommt aus Österreich und ist Mama von 3 bezaubernden kleinen Mädels) starte ich heute die Reihe „Mama-Frauen-Talk“.

Wir haben uns auf Anhieb verstanden: Sie ist lustig, hat ein großes Herz, sie hat die gleichen Interessen wie ich….Und natüüüürlich führen wir auch den typischen Mama-Frauen-Talk. Und zwar per MAIL (persönlich kennen wir uns nämlich bisher noch nicht…). Und diese Mails wollen wir EUCH nicht vorenthalten :-) Los geht’s mit einem sehr interessanten und emotionalen Thema in einer Mail an mich: Einzelkind, mehrere Kinder, Geschwister….lest selbst.

Wie eine 3-Mädis-Mama eine 1-Buben-Mama überreden will, mehr Kinder zu bekommen…

Oder ein Brief von MamaWahnsinnHochDrei an die Radiomama!

MEHR KINDER BRAUCHT DIE WELT

Meine liebe Jenny!

Du bist beim Überlegen, ob du früher oder später noch Geschwister für deinen süßen Theo haben möchtest und willst von mir wissen, warum ich oder besser wir (mein Göttergatte und ich – weil da braucht frau ja noch jemanden dazu) mehr Kinder als der Durchschnitt haben. Dieser Durchschnitt liegt nämlich in Österreich bei 1,44 und bei euch in Deutschland sogar nur bei 1,38. SCHRECKLICH! Aber eine Durchschnittsfrau war ich eh noch nie! Und du bist es auch nicht! Du bist besser!

Doch wo soll ich anfangen? Fakt ist es, dass ich immer schon Kinder haben wollte. Das stand für mich nie zur Debatte. Je nach Lebensabschnitt waren es mehr oder weniger. Während der Schulzeit zum Beispiel 4 – Mann gab es zwar dafür weit und breit keinen, aber ich fand es einfach lustig, wie es bei den kinderreichen Familys zu Hause zuging. Alle saßen bei Tisch, quatschten, stritten, hatten aber trotzdem ihren Spaß oder ihre Gaudi, wie wir es hier in Kärnten nennen. Zur Info: Mein Bruder ist 11 1/2 Jahre älter, wir sind quasi als 2 Einzelkinder groß geworden. Obwohl wir immer aufeinander zählen konnten und können, hatten wir nie die gemeinsamen Spiele, den gemeinsamen Schulweg oder die gemeinsamen Nachmittage mit allem Drum und Dran. Und das wünschte ich mir für meine damals noch nicht geborenen Kinder – deshalb auch ursprünglich 4. Weil mehr haben mehr Spaß.*

Später während der Studienzeit wurden 3 daraus – 4 wären doch ein bisschen übertrieben, dachte ich damals. Und: Mann gab es dafür auch noch immer keinen, zumindest keinen, mit dem ich mir das vorstellen konnte. Als ich dann zu arbeiten begann, verschob sich alles. Auch das Alter und wieder einmal die Anzahl. Das einzige, was sich geändert hatte: Ich habe ihn ENDLICH gefunden, den Vater meiner (zukünftigen) Kinder, meinen Göttergatten, den für mich (heute noch) absoluten Traummann. Ich wollte die Zeit mit ihm genießen, zweisam unabhängig sein und später dann so ab meinem 30. Geburtstag 2 Kinder haben. Für ihn war das auch vollkommen in Ordnung so.

Froh und unendlich dankbar bin ich darüber, dass es schlussendlich auch so reibungslos funktioniert hat. Das ist nicht selbstverständlich. Ich wurde rasch schwanger. Klar, ich war überfordert mit meinem kleinen Goldschatz. Stillen. Abpumpen. Wickeln. Krankheiten. Stillen. Aber für mich war es von Anfang an klar, dass sie nicht alleine sein soll. Es gibt nichts Wertvolleres als Geschwister. Klar hatte ich Bedenken, ob ich es schaffe oder nicht. Ob ich ein anderes Geschöpf so lieb haben kann, wie MEIN Baby. Jede Entscheidung hinterfragte ich 100.000 – nein 1.000.000-mal.

Eines kann ich dir aber aus Erfahrung sagen: Bitte denke nicht zu viel nach! Du kannst es! Du schaffst es! Auch ich habe dazugelernt. Nur im Vergleich dazu eine kleine Anekdote von mir: Mit einem Kind war ich – wie du vielleicht schon weißt – komplett überfordert, habe nichts auf die Reihe gebracht, ungewaschen und ungeschminkt mit’n Pyjama in der unaufgeräumten Wohnung gehörten quasi zum Standard. Ein Jahr später war ich mit meinen 2 Sonnenscheinen (damals 17 Monate und 4 Wochen) um 8 Uhr in der Früh beim Bäcker, wir holten unser Frühstücksgebäck. Und nein, nicht im Pyjama – alle 3 hatten ein sauberes Gewand an. Irgendwie habe ich es geschafft, es hat einfach funktioniert. Die elendslange Hinterfragerei hab ich Gott sei Dank aufgegeben (ich hätte auch keine Zeit mehr dazu gehabt) und Übung macht schließlich den Meister.

Jetzt beim 3ten Mädi geht es mehr oder weniger noch leichter. Wie du vielleicht schon weißt, war sie ungeplant. Ungeplanter geht es in dieser Lebenssituation gar nicht mehr. Oft denke ich mir, sie hat sich uns ausgesucht. Sie macht uns komplett. Gerade jetzt probiert sie neben mir aufzustehen, lächelt mich an und ich lese ihr vor, was ich gerade schreibe. Verstehen tut sie es eh nicht, aber sie lacht. Ein Leben ohne sie – es wäre für mich unvorstellbar! Meine Kinder verkürzen mir zwar die Nächte, nichtsdestotrotz versüßen sie mir den Alltag und machen ganz nebenbei einen besseren Menschen aus mir!

Denk einfach nicht zu viel nach! Augen zu und durch! Aber: Setzt dich selbst nicht unter Druck und lass dich nicht unter Druck setzen! Ich bin mir sicher, dass du und dein Mann für euch und Theo die richtige Entscheidung trefft. Früher oder später. Gut Ding braucht Weile.

Alles Liebe,

MamaWahnsinnHochDrei

*Den Blickwinkel der Mutter habe ich damals noch nicht betrachtet. Dafür war ich zu jung.

 

Liebe Verena, vielen lieben Dank für deine tolle Nachricht! Natürlich werde ich dir antworten – in ein paar Tagen hier im „Frauen-Mama-Talk“. Bis dahin bin ich gespannt auf EURE Meinungen und Erfahrungen zu diesem Thema…

Eure Jenny

 


3 Gedanken zu „Mehr Kinder braucht die Welt, Teil 1

  1. Sehr interessant=) Bin schon gespannt auf deine Antwort =) Bei uns kommt das Thema Geschwister auch ab und zu auf, weil wir ja bisher ,,nur“ ein Kind haben. Aber ich muss ehrlich sagen, aktuell ist mir noch gar nicht danach, ein weiteres Mal Mutter zu werden 😀 Aber man muss natürlich immer schauen, wie sich das so entwickelt. Vielleicht sage ich ja in einem Jahr was ganz anderes 😀

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