Muss es wirklich ein Reboarder sein?

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In meinem letzten Artikel hier auf dem Blog habe ich Euch von unserer etwas größeren Babyschale für Julius erzählt. Dabei erwähnte ich kurz, dass Theo damals nur ca. 9 Monate im Maxi Cosi Pebble saß – danach wurde er zu groß. Ich habe daraufhin etliche Mails von Euch erhalten zu diesem Thema: Vielen geht es wie uns – die Babyschale passt größeren Babies oft nur einige Monate. Nur: Was macht man danach? Genau das habt Ihr mich in den Mails gefragt. Wie ging es kindersitztechnisch bei Theo damals weiter?

Mit einem Reboarder! Ein Reboarder ist ein rückwärtsgerichteter Kindersitz. Das Kind fährt also auch NACH der Babyschale weiterhin nach hinten gerichtet. Wir kauften für Theo damals, als er 9 Monate alt war, einen Reboarder von BeSafe, den er bis kurz nach seinem dritten Geburtstag nutzte. Und zwar wirklich sehr gerne. Ihn störte es überhaupt gar nicht, dass er rückwärts fuhr – er kannte es schließlich überhaupt nicht anders.

IMG_5928Wenn es ums Thema Reboarder und Kindersitze gibt, dann gehen wir immer direkt zum „Kindersitzprofi“ Babyleicht nach Nürnberg zu Maggie und Oliver Horn und ihrem Team. Ein kleiner Laden mit ganz viel Kompetenz: Man macht entspannt einen Termin aus, kommt mit dem Kind in den Laden und wird intensiv und in aller Ruhe beraten. Dazu gehört nicht nur das Probesitzen, sondern sogar der Probeeinbau ins eigene Auto. Das finde ich richtig genial und es gibt ein unglaublich gutes Gefühl.

Die Inhabervon Babyleicht, Maggie und Oliver Horn, sind übrigens Eltern von fünf Kindern und haben daher jede Menge Erfahrung – natürlich haben Sie etliche Sitze auch beim eigenen Nachwuchs bereits ausprobiert und kennen somit jegliche Vor-und Nachteile bestens;-)

Liebe Maggie, warum sind denn Reboarder eigentlich sinnvoll?

Die meisten Unfälle im täglichen Straßenverkehr sind seitlich frontal. Nach einem Unfall haben bereits Erwachsene Probleme überwiegend im Nackenbereich. Bei Kindern bis zum 4 Lebensjahr ist das noch viel intensiver. Dies liegt in einem Körper-Kopfverhältnis, das sich erst ab dem 4. Lebensjahr beginnt zu verändern. Der Kopf ist verhältnismäßig deutlich größer als der Rest des Körpers.  Der Kinderkopf trägt bis ins Kindesalter von 4 Jahren  ca. 35% des Körpergewichts. Der Kopf wächst im Verhältnis zum Rest der Körpers sehr wenig. Erst als Jugendlicher erreicht das Körpfer-Kopfsverhältnis das Maß eines Erwachsenen. Kommt es zu einem Unfall in einem vorwärtsgerichteten Kindersitz reißt es den Kopf regelrecht nach vorne. Bei bereits 50 Stundenkilometern bedeutet dies eine Streckung der Wirbelsäule um 4 cm. Das entspricht einer Zugkraft senkrecht am Kopf von fast 300 Kg. Die Schädelbasis eines 3 jährigen Kindes ist in etwa auf das 10 fache seines Eigengewichts (altersgemäßt ca 15 Kg) ausgelegt. Damit kompensiert der Körper die normalen Alltagsunfälle eines Kindes. Also ungebremstes Auflaufen auf ein Hindernis, Stürze, Kollisionen mit anderen Kindern. 

Bei einem Autounfall auftretende Kräfte sind jedoch so groß, dass die Verletzungen am Kind bei einem Frontalcrash ab 50 km/h statistisch zu 98 % tödlich verlaufen. Wesentlicher Aspekt dabei ist die noch nicht voll entwickelte Halsmuskulatur. Diese kann diesen Kräften bei einem Kind in keinem Maße entgegenwirken. Selbst Erwachsene haben bei einem Frontalcrash deutliche Beeinträchtigungen im Halsbereich.

Bei einem Reboarder werden die am Kind wirkenden Kräfte deutlich besser kompensiert. Durch die abstützende Wirkung der Sitzschale werden Rücken, Hals und Kopf gehalten und nicht so hohen Kräften ausgesetzt. 

Und wie findet man den richtigen Reboarder fürs Kind?

Der richtige Reboarder muss zu Kind und Auto passen. Natürlich werden dabei auch die Bedürfnisse der Eltern und das Nutzungsverhalten nicht unberücksichtigt bleiben. Für die Sitzwahl sind grundlegende Fagen zuklären. Hat mein Auto eine Isofixvorrichtung? Wo darf mein Auto einen Sitz eingebaut bekommen? Wie ist das Platzverhältnis im Auto? Wieviel Platz benötigen die Eltern? Wie ist die Beschaffenheit des Sitzplatzes, auf dem der Kindersitz montiert werden soll? Wie viele Autos werden genutzt? Soll der Sitz und vor allem wie häufig umgebaut werden? Wie groß, wie schwer ist das Kind? 

Wichtigster Aspekt bei der Wahl eines geeigneten Kindersitzes ist jedoch der Probeeinbau am Fahrzeug mit anschließendem Probesitzen des Kindes.

Vielen Dank an Maggie Horn, Inhaberin vom „Kindersitzprofi“ Babyleicht in Nürnberg für die Infos!

Wie gesagt: Wir sind überzeugt von Reboardern und wir werden ganz sicher auch für Julius einen kaufen wenn er aus der Babyschale rausgewachsen ist. Für uns war übrigens auch nachdem Theo zu groß für den BeSafe-Reboarder war ganz klar, dass wir den Nachfolger bei BABYleicht in Nürnberg kaufen. Wieder wurden wir toll beraten, konnten unzählige Fragen stellen, Theo durfte selbstverständlich Probesitzen und der Gurtverlauf wurde genaustens kontrolliert. Außerdem haben wir verschiedenste Sitze in unser Auto einbauen lassen um zu sehen, welcher perfekt zu uns passt. UND: BABYleicht machte es sogar möglich, dass Theo, der sich voll auf einen BLAUEN Sitz eingeschossen hatte, extra einen blauen Bezug aus Skandinavien bekam. Hach, war der glücklich und stolz auf seinen neuen Sitz von BeSafe!

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Wir sind absolut zufrieden damit. Wenn Ihr also rund um Nürnberg auf der Suche nach einem guten Sitz für Euer Kind seid, dann empfehle ich Euch Maggie und Oliver Horn und Ihr Team von BABYleicht. Ein absolut toller, vertrauenswürdiger Laden mit familiärem Touch.

Übrigens: Dort habe ich auch meine wunderbare Babytrage von „Fräulein Hübsch“ gekauft – Maggie ist nämlich auch Trageberaterin und hat jede Menge schöne Tragen im Laden. Ich fand es unglaublich hilfreich, dass ich die verschiedenen Tragen zusammen mit meinem Mann ausprobieren konnte. So merkten wir  sofort die feinen Unterschiede und kamen gleich darauf, was uns bei einer Babytrage wichtig ist. Das hätten wir bei einem schnellen Internetkauf nie vorab rausfinden können….Herzlichen Dank!!!

BABYleicht Nürnberg

BABYleicht Nürnberg
Julius-Loßmann-Straße 32
90469 Nürnberg
Tel.: 0911-47893109


2 Gedanken zu „Muss es wirklich ein Reboarder sein?

  1. @Blogprinzessin..

    https://www.kindersitzprofis.de/kindersitzprofis/

    Dann macht doch mal einen Ausflug nach Husum. „Küstenkind“ gehört auch zu den Kindersitzprofis. Unser Reboarder kommt von Familie Bär aus Berlin. Der große Kerl fährt jetzt schon über 4 Jahre Reboard und passt noch gut in den Minikid, so dass das Baby dann wohl direkt umsteigen kann im Herbst.

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