Survival Training in der Turnhalle ;-)

Wer mich kennt, der weiß dass ich nicht unbedingt ein Sportfan bin. Keine Ahnung, ob ich einfach noch nicht die für mich perfekte Sportart gefunden habe, oder ob ich einfach …ähm…faul bin? Dabei hatte ich durchaus sportliche Phasen in meinem Leben: Joggen, Power Plate, Fitnessstudio usw. – ausprobiert habe ich alles mal. Nur HÄNGENGEBLIEBEN bin ich selten länger als ein paar Monate. Seit Neuestem mache ich mit meinen Nachbarinnen übrigens „Aquaboxing“. Und das macht erstmal wirklich Spaß!

Babyschwimmkurse mit Theo habe ich bereits „hinter mir“. Es war okay, aber gerade in der kalten Jahreszeit hatten wir danach ständig mit irgendwelchen nervigen Erkältungen zu kämpfen. Darum habe ich in dieser Saison gesagt: Kein Schwimmkurs !

Mein Sohn ist aber ja bekanntlich sehr aktiv und bewegungsfreudig. Deshalb entschied ich mich für Kinderturnen:

Man nehme eine riesige Turnhalle in Wohnortnähe, 25 Mütter (grob geschätzt), ungefähr 35 kleine Kinder (manche haben ja bereits Geschwister), zwei Betreuer und ein paar Spielstationen. FERTIG.

Anfangs dachte ich ja, dass das bestimmt ein riesiges Chaos geben würde. Sooo viele Menschen in einer Halle. Soooo viele Kleinkinder mitten in der Trotzphase 😉 Und ja: Es ist chaotisch, aber ehrlich gesagt: Schön chaotisch. Nett chaotisch. Ich mag das dort nämlich echt gerne. Dass ICH das mal über eine Turnhalle sagen würde, das hätte ich eigentlich nie für möglich gehalten 😉

Warum mag ich das? Weil die Kinder dort so frei sind und nicht das machen müssen, was die Betreuer „vorschreiben“. Es ist ein sehr offenes Konzept und jedes Kind darf spielen wie es möchte. Von ein paar anderen Müttern habe ich zwar gehört, dass ihnen genau das ZU FREI ist – aber: Genau DAS gefällt mir so gut:-)

Denn mal ehrlich: Haben wir in unseren Leben nicht schon genug „Zwänge“, Regeln oder Vorgaben, an die wir uns halten müssen? Schon kleine Kinder haben oft einen straffen Tagesablauf mit evtl. Kita oder Tagesmutter, Terminen und und und…

Klar, man könnte jetzt sagen: „Na komm, du schleppst ihn doch schließlich selbst zum Kinderturnen.“

Ja! Aber weil ich weiß, dass das WIRKLICH was für meinen Theo ist. Er geht darin regelrecht auf, seine Augen leuchten, er flitzt herum wie eine Rennmaus – und all das ist es, was mir so viel Freude an diesem Kurs bereitet. Ich muss nicht an ihm Zerren oder ihm „meinen Willen aufzwängen“. Er darf einfach das tun und ausprobieren, was ER in dieser einen Stunde machen möchte.

Nur das Singen am Anfang, das mag er noch nicht so gerne…da rennt er immer los und nutzt seine Chance: Denn genau da ist seine Lieblings-Turnstation frei und er kann schon mal als Allererster losklettern:-)


2 Gedanken zu „Survival Training in der Turnhalle ;-)

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