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Elternzeit in Südafrika: Unser Erfahrungsbericht (Teil 2)

Was für ein Abenteuer für uns als Familie: Südafrika mit kleinen Kindern!

HIER gibt’s den ersten Teil unserer Reise nochmal zum Nachlesen.  Dort habe ich unsere Urlaubstage in Hermanus, einige Highlights auf der Gardenroute und schließlich unserren sehr spontanen Abstecher nach Ooudtshoorn beschrieben.

Die Strecken in Südafrika darf man auf keinen Fall unterschätzen. Gerade mit kleinen Kindern war es uns wichtig, dass wir nicht allzu lange im Auto sitzen müssen. So legten wir nach unserem Aufenthalt in Oudtshoorn nach ca. 2,5 stündiger Fahrt einen Zwischenstop im beschaulichen Städtchen Swellendam ein. Dieses Ziel wählten wir einfach nur aufgrund der Lage aus – wir wollten anschließten an den Kap fahren, sodass wir uns die Strecke aufteilten. Jaja, mit Baby reist man einfach komplett anders 😉 Aber wir wollten den Kleinen einfach nicht überstrapazieren. Unsere Unterkunft in Swellendam war übrigens so so zauberhaft und hübsch und liebevoll gestaltet – wir waren hin und weg.

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Wir verbrachten dort einen entspannten Tag am Pool bevor es am nächsten Tag Richtung Simon’s Town/ Kap ging. Auf dieses Ziel freuten wir uns ganz besonders. Da wir die gesamte Reise relativ spät buchten (im November/Dezember für Februar), hatten wir nicht mehr allzu viel Auswahl. Daher mein Tipp: Unbedingt rechtzeitig alles fix machen und buchen, idealerweise mindestens ein halbes Jahr im Voraus. Das lohnt sich echt!

Die Suche nach einer Unterkunft am Kap gestaltete sich für uns vorab am Schwierigsten. Wir hatten tolle Hosts in Simon’s Town am Kap gefunden, die waren aber zu unserem Wunschtermin ausgebucht. Darum änderten wir unsere gesamte Reiseroute (ursprünglich wollten wir nämlich ganz zu Beginn des Urlaubs an den Kap), sodass wir nun doch 9 Nächte in Simon’s Town bei den sympathischen Hosts Peter und Diane im Haus verbringen konnten. Und was soll ich sagen? Es war perfekt! Das war unser Ausblick…

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Wir wohnten wie gesagt bei unseren Hosts im ersten Stock ihres Hauses. In der Kapstadtregion herrscht ja eine extreme Wasserknappheit, die Dämme sind leer, Regen gab es kaum sodass die Lage sehr angespannt war. Es war total interessant von Peter und Diane in das Wassersparen eingeführt zu werden: Nur eine Minute duschen, ein Eimer in der Dusche um das Wasser aufzufangen und für Klospülungen zu verwenden. Das Wasser aus der Waschmaschine wurde außerdem in Wannen im Garten geleitet, sodass das nötigste damit gegossen werden konnte. Der Pool hatte eine Abdeckung, damit durch die Sonneneinstrahlung nicht zu viel Wasser verdunstet.

Wir waren unglaublich froh, dass wir mit unseren Hosts auch einheimische Ansprechpartner hatten, denn unser Kleiner wurde krank: Hohes Fieber, schlimmer Ausschlag, sehr sehr schlecht drauf. Nachdem wir ihn zwei Tage schonten, fragten wir Peter und Diane schließlich nach einem Kinderarzt. Sofort machten sie uns einen Termin am selben Tag aus, beschrieben uns den Weg und beruhighten mich als besorgte Mama. Was waren wir froh, dass wir jemanden hatten, der uns quasi an die Hand nahm und half. Beim Kinderarzt stellte sich heraus, dass der kleine Mann eine schlimme Mittelohrentzündung hatte. Leider musste er ein Antibiotikum nehmen, da es eitrig war. Nach 24 Stunden ging es ihm besser und wir konnten die Reise wieder unbeschwert geniessen. Wer sich eine Kinderarztpraxis in Südafrika übrigens abenteuerlich vorstellt, den muss ich enttäuschen;-) Top seriös und modern – wir fühlten uns sehr gut aufgehoben.

Am Kap unternahmen wir dann so viel – ich beschreibe nur mal einige der Highlights:

Selbstverständlich waren wir am Kap der guten Hoffnung, was einfach großartig war.

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In diesem Gebiet leben viele viele Tiere, der Große war begeistert von den wilden Affen, den Baboons, die wir vom Auto aus sahen.

Absolut empfehlenswert am Kap ist natürlich auch der berühmte Pinguinstrand „Boulder’s Beach“ in Simon’s Town. Dort leben tausende Pinguine, mit denen man baden kann. Super Erlebnis für uns alle…

Supercool für Familien ist außerdem die Nordhoek Family Farm, dort kann man entspannt einen Nachmittag verbringen während die Kinder auf dem Spielplatz toben. Apropos: Südafrika ist so unfassbar kinderfreundlich! Fast an jedem Restaurant gibt es Spielmöglichkeiten. Falls nicht, werden den Kindern Stifte und Malbücher gebracht. Kinder sind herzlich willkommen und nicht (wie leider oft in Deutschland) nur geduldet.

Selbstverständlich waren wir auch in Kapstadt. Dort gibt es auch unglaublich viel zu sehen und zu entdecken – schon der Blick auf den imposanten Tafelberg ist atemberaubend. Wir hatten uns übrigens bewusst gegen eine Wohnung oder ein Haus DIREKT in Kapstadt entschieden, wir empfanden den Kap für uns als passender. Mit unserer Erfahrung jetzt würden wir Muizenberg als „Base“ am Kap/ in der Kapstadtregion übrigens als noch idealer beschreiben. Nah an Kapstadt, nah an den Ausflugszielen am Kap.

Nach neun Nächten am Kap ging für uns die Reise weiter nach Stellenbosch, das ist die bekannte Weingegend in Südafrika. Dort gibt es riesige, wunderschöne Weingüter, oftmals mit tollen Spielmöglichkeiten für Kinder. Sogar Kinder-Weinverkostungen mit Traubensaft gibt es. Ich würde empfehlen, dass man dort einfach seiner Nase folgt und schaut, wohin es einen treibt. Genau so haben wir es gemacht und es war herrlich. Somit waren wir dort nämlich nicht auf der „Jagd“ nach irgendwas, sondern wir haben das gemacht, worauf wir Lust hatten. Dazu köstlicher südafrikanischer Wein und bestes Essen.

Apropos Essen: Das ist in Südafrika deutlich günstiger als hier bei uns in Deutschland. Dazu ist die Qualität richtig richtig gut und es schmeckt. Für unser Baby haben wir übrigens keine Gläschen benötigt. Wann immer wir im Restaurant Essen waren (quasi täglich), fragte ich nach, ob sie uns etwas „babygerechtet“ anbieten können. Und wirklich in JEDEM Restaurant kamen tolle Portionen mit z.B. Butternut Kürbis, zartem Hähnchenfleisch, Reis, Erbsen, Nudeln und und und. Die Ernährung unseres Babys war während unserer Reise also gar kein Problem – und das obwohl der Kleine eine Milcheiweissallergie hat und Essen somit bei uns oft nicht einfach so „nebenbei“ läuft. Aber hey, das haben die Südafrikaner echt drauf!!! 🙂

Generell hatten wir wirklich einen unvergesslichen Monat in Südafrika  und wir sind wahnsinnig froh, dass wir den Mut hatten, diese Reise zu machen. Oftmals ist man ja so gemütlich in seiner eigenen Komfortzone, dass man denkt: Ach nee, das ist doch nix mit so kleinen Kindern, das ist doch viel viel zu stressig. Das waren selbstverständlich vorab auch kurze Gedanken von uns. Aber zum Glück haben wir uns davon nicht abschrecken lassen. Diese Familienzeit, die wir so intensiv in  Südafrika hatten, die war absolut einmalig für uns. Natürlich war es auch nicht selten stressig mit den Kindern, klar, kleine Kinder sind einfach anstrengend. Aber das sind sie doch daheim auch, oder? 😉

Übrigens, die Frage, die uns nach der Reise am häufigsten gestellt wurde: „Hattet Ihr keine Angst, war das nicht gefährlich dort?“ Naja, Fakt ist, dass die Kriminalität in Südafrika sehr hoch ist. Aber ich habe mich wirklich kein einziges Mal während der gesamten Reise unsicher und ängstlich gefühlt. Die Kluft zwischen Arm und Reich ist in diesem Land extrem groß. Wir waren nicht übervorsichtig, aber natürlich haben wir aufgepasst, dass wir  nicht in gefährliche Situationen kommen mit unseren Kindern. Wir sind nicht nachts durch Kapstadt gefahren, liefen auch tagsüber dort nicht in einsame Gassen oder Wege und waren auch nicht in Townships usw.

Südafrika ist ein großartiges Land in dem es unglaublich viel zu sehen und zu erleben gibt. Für unseren Großen war diese Reise ein riesiges Abenteuer, er hat alles aufgesaugt wie ein Schwamm. Es war so schön zu sehen, wie er das Reisen geniesst. Auch das Baby hat den langen Urlaub toll mitgemacht. Und wenn ich ganz ehrlich bin, dann haben wir auf dem Heimflug schon wieder diskutiert, welche Fernreise uns als nächstes reizen würde… 😉

Wer also auch überlegt, ob er das Abendteuer Elternzeit-Fernreise wagen soll: Traut Euch! Es lohnt sich so so sehr!

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Elternzeit in Südafrika: Unser Erfahrungsbericht (Teil 1)

Einen ganzen Monat Südafrika! Diesen Traum erfüllten wir uns in der Elternzeit meines Mannes – und es war einfach herrlich. Unser Großer war zu dem Zeitpunkt genau vier Jahre alt, das Baby 9 Monate.

Am meisten Bammel hatten wir ehrlich gesagt vor dem Langstreckenflug. Von Frankfurt über Windhoek/Namibia nach Kapstadt mit kleinen Kindern – wie würde das werden?? (Wir flogen übrigens mit der Air Namibia aufgrund des Nachtfluges und des unschlagbar günstigens Preises).

Ganz ehrlich: Es war halb so wild! Die Kinder schliefen irgendwann ein, zwar war es FÜR UNS recht unbequem die Nacht im Flugzeug zu verbringen (vor allem weil ich das Baby auf mir hatte und der Rücken irgendwann schmerzte), aber bezogen auf die Jungs war es absolut problemlos. Besonders unser Großer fand alles einfach unheimlich spannend. Das Baby war  zufrieden, weil es ja uns eng um sich hatte. Ich hatte etliche Snacks und Fruchtquetschies dabei und vorgekochte Nudeln für das Baby (da das Essen im Flieger ja eher nicht so babygeeignet ist). Den Kleinen habe ich beim Abheben gestillt, für den Großen gab es von uns Frosch-Gummibärchen für Start und Landung um den Druck in den Ohren erträglich zu machen. Das klappte wunderbar.

Wer sich nur aufgrund eines Langstreckenfluges mit Kindern GEGEN eine Reise entscheiden, dem kann ich aus Überzeugung sagen: Traut Euch! Es lohnt sich! Man wird danach so sehr entschädigt mit vielen Erlebnissen, einem tollen Urlaubsziel und neuen Erfahrungen. Elternzeit in Südafrika: Unser Erfahrungsbericht (Teil 1) weiterlesen

Elternzeit in Südafrika mit kleinen Kindern: Die Vorbereitungen

Ihr Lieben,

zuerst möchte ich Euch ein gesundes und glückliches neues Jahr wünschen – auf dass es viele Höhen und schöne Momente für uns alle bereit hält <3

Hier laufen gerade die Reisevorbereitungen für unseren Südafrikatrip mit Baby und 4-jährigem auf Hochtouren. Es macht riesig Spaß und wir sind voller Vorfreude!!!

Heute möchte ich aber erzählen, warum wir uns ausgerechnet für Südafrika als Familienreiseziel entschieden haben. Elternzeit in Südafrika mit kleinen Kindern: Die Vorbereitungen weiterlesen