Urlaub mit Kleinkind: Mein Reisebericht, Teil 2

Seit ein paar Tagen sind wir wieder zurück in Bayern. Zurück aus unserem Türkei-Urlaub mit Theo. Wahnsinn, wie schnell alles immer vorbei ist. Wochenlang habe ich mich auf unseren Familienurlaub gefreut, wochenlang habe ich darauf hingefiebert und mir so viele Gedanken gemacht, als würden wir quasi AUSWANDERNexcited

Ich wollte UNBEDINGT, dass der Urlaub möglichst toll und perfekt wird – und ich wollte unbedingt die perfekte und tiefenentspannte Mama schlechthin sein im Urlaub. (ähm, war ich nicht immer…)

Vorneweg: Bevor wir Eltern wurden, liebten wir Fernreisen. Vietnam, Kambodscha, Singapur, Malaysia, USA…Das war und ist unser Ding. Wir haben uns natürlich gefragt, ob wir das auch jetzt schon mit Theo machen sollen. Klar, wir KÖNNTEN. Aber wir wollen solch tolle Reisen auch voll und ganz GENIESSEN – und: Wir wünschen uns, dass auch Theo etwas davon hat. Sobald er ein bisschen älter ist, wollen wir mit ihm nach Südafrika und ihm Elefanten, Löwen und Giraffen in der Natur zeigen. Bis dahin haben wir uns für’s „Rundum-Sorglos-Paket“ entschieden – sprich: Hotelurlaub. All-Inklusive. Zwar keine Abenteuer, aber dafür auch null Stress.

Unser Hotel hat eine wunderschöne Gartenanlage mit auffällig tollen Blumen. Wir haben es gewählt, weil die Anlage so weitläufig ist und weil sie nur 25 Minuten vom Flughafen Antalya entfernt ist. Nach einem knapp 3-stündigen Flug hat man selbst (und das Kind erst recht) die Schnauze voll vom Reisen – da will man schnell RICHTIG im Urlaub ankommen. Wir hatten ein normales Doppelzimmer, Theo bekam ein Reisebett. Angenehm war, dass alles auf Babys und Kleinkinder eingerichtet ist. Wenn man möchte, kann man Babyphone, Wasserkocher, Fläschenwärmer, Babybadewanne und sogar einen Kinderwagen kostenlos vom Hotel leihen. Finde ich echt praktisch.

Am Abend unserer Anreise schlief unser erschöpfter Theo innerhalb von 2 Minuten ein. Am Morgen war er kurz etwas verwirrt und schaute sich nach dem Motto „Huch, wo bin ich jetzt wieder?“ überrascht im Hotelzimmer um. Das war allerdings die einzige „Unsicherheit“ die er im gesamten Urlaub zeigte – ansonsten fühlte er sich die komplette Woche PUDELWOHL.

Essen war überhaupt kein Problem. Wir fanden immer etwas einigermaßen Gesundes (also nicht nur Pommes…) auf dem Kinderbuffet oder sogar auf dem normalen Buffet (das übrigens sehr lecker war. Leider zu lecker. Die Waage zeigte mir das nach dem Urlaub deutlich. Grrrr.)

Tagsüber waren wir selbstverständlich draußen: Theo in seinem Bade-Dress mit UV-Schutz, Sonnehut, seinen Frosch-Schwimmflügeln und rutschsicheren Wasserschuhen (sehr empfehlenswert!!!)

Außerdem habe ich ihn zweimal täglich mit LSF 50 eingecremt.

Für Theo war dieser Urlaub eine riesengroße spannende Entdeckungsreise. Er war den gesamten Tag begeistert „in Action“- am liebsten mit der Gießkanne bewaffnet. Wir mussten natürlich ständig gut auf ihn aufpassen – er kann mit seinen 16 Monaten Gefahren noch kein bisschen einschätzen. Uns ist in diesem Urlaub erst so richtig bewusst geworden, wie groß „unser Baby“ schon geworden ist und was für eine tolle Persönlichkeit er doch schon ist: Wild, lustig, fröhlich, neugierig – UND: Theo ist ein kleiner Tänzerhappy
Ein ganz besonderer Moment für mich als Mami war, als ich Theo dabei beobachtet habe, wie dieser offene kleine Kerl am Abend nach dem Essen plötzlich ALLEIN auf die Mini-Bühne kletterte und sich rythmisch  zur türkischen Tanzmusik bewegte. Hey, das sah gut aus!!!! Theo tanzte mit seinem ganzen Körper – und, das freut mich ganz besonders: Er hat das schlechte Taktgefühl nicht von seinem Papa geerbt. Minutenlang stand mein kleiner Sohn auf dieser Bühne und bewegte sich auf verschiedenste Songs – Ihr könnt Euch sicher vorstellen, wie unglaublich stolz ich in diesem Moment war. Seine Tanzkünste fand übrigens nicht nur ich so zauberhaft, sondern auch etliche andere Hotelgäste. Sie kamen zur Bühne und beobachteten Theo freudig lachend. Gott, war das ergreifend und schön. Vom zerknautschten Neugeborenen zum Tanzbären – und das in nur 16 Monaten!!!

Immer wieder werden wir gefragt, ob wir denn auch Zeit für uns hatten in diesem Urlaub. Naja. Es war für uns kein fauler „Liegestuhl-Urlaub“. Aber wir haben uns tagsüber auch mal abgewechselt, und: Ich habe sogar zwei Bücher auf meinem Ebook-Reader gelesen!!!! („Ein Bild von dir“ von Joyo Moyes und „Das Rosie Projekt“. Suuuuuuper!!!! ). Dadurch, dass Theo den ganzen Tag an der frischen Luft war, hat er ausgiebige Mittagsschläfchen (bis zu 3 Stunden) gemacht und hat auch sonst geschlafen wie ein Murmeltier. Somit hatten wir Zeit für uns. Und: Wir waren  mit Freunden im Urlaub. Das war nicht nur super nett, sondern auch total praktisch. Mein Mann und ich LIEBEN Wasserrutschen. In unserem Hotel gab es zwei sehr coole Rutschen. Während wir fröhlich lachend und ausgelassen rutschten, passten unsere Freunde auf Theo auf. Es hat wirklich sooooo gut getan diese Rutschen herunterzuflitzen – ich habe mich richtig jung gefühltexcitedUnd – es mag kitschig klingen, aber in diesen Momenten fühlte ich mich zurückgebeamt in unsere Pärchenzeit – als es nur uns beide gab. Für eine halbe Stunde war das tatsächlich schön erfrischend!

Der Urlaub im Hotel mit Kleinkind im Strandhotel war also ein voller Erfolg – und das, obwohl Theo währenddessen zwei Backenzähnchen bekommen hat (seine Ersten!). Aber er war viel zu gut gelaunt und abgelenkt, als dass er sich davon hätte „unterkriegen“ lassen. Das Zahn-Drama blieb trotz meiner Worte „Oh mann, was für ein Timing. Backenzähne im Urlaub!!!!“ überraschenderweise aus. Ich wundere mich selbst noch, denn unser Sohn ist ansonsten schon gerne mal wehleidig.

Ablenkung ist so viel wert coolWir haben so viel gemeinsam gelacht, wir haben so viel gemeinsam entdeckt, wir haben so viel gemeinsam gekuschelt, wir haben uns so schön gemeinsam erholt. Und die 7 Tage waren viel zu schnell vorbei.

Einziger Nachteil am Urlaub mit Kind: Ich bin nicht so schön braun geworden wie früher, denn natürlich verbringt man mehr Zeit im Schatten.

Ich freue mich auf unseren nächsten Urlaub und bin bis dahin gespannt, wie für Euch Urlaub in einem Strandhotel so verlief. Oder gibt es sogar jemanden, der eine Fernreise plant? Ich bin neugierig auf Eure Erfahrungen (in den Kommentaren).


6 Gedanken zu „Urlaub mit Kleinkind: Mein Reisebericht, Teil 2

  1. Liebe Jenny, vielen Dank für deinen Bericht, sehr interessant. Ich bin gerade schwanger und bekomme Anfang Juni mein erstes Kind (ein Mädchen). Jetzt im Mutterschutz habe ich viel Zeit und liebe es, im Netz nach Tipps zu stöbern. Deinen Blog mag ich wirklich sehr gerne und ich schaue gerne vorbei. Irgendwie nimmst du mir die „Angst“ vor dem Neuen und dieser großen Veränderungen. Mein Freund will zwei Monate Elternzeit nehmen und wir planen zu verreisen. Auch nichts Großes, aber igendwas Nettes mit der Kleinen.
    Viele Grüße aus Aschaffenburg, Sophia.

    1. Hallo Sophia, DANKE für die Blumen! Ich bin ja noch ganz neu im „Blogger-Leben“ und da ist man anfangs natürlich umso glücklicher, wenn man solch ein Feedback bekommt! Danke:-) Ich wünsche Dir eine tolle Geburt und viele viele wundervolle erste Momente mit Deiner kleinen Tochter!! Das mit der Elternzeit finde ich eine super Idee. Vielleicht schreibst du ja mal, für welches Reiseziel Ihr Euch entschieden habt. Alles Liebe!

  2. Oh, danke für diesen Bericht. Welche Wasserschuhe hast du denn für Theo? Wir fliegn jetzt im Juni nach Girechenland und ich muss all das auch noch besorgen. Und kannst du eine Sonnencreme empfehlen? Danke vorab.

    1. Liebe Simone, ich habe die Aquashoes von Playshoes (bei Amazon) bestellt – ACHTUNG, sie fallen sehr groß aus! Sonnencreme habe ich mich für die Ladival für Kinder (empfindliche Haut) entschieden, LSF 50. War gut, konnte man gut verschmieren:-) Viel Spaß in Griechenland! Ich beneide Dich:-)

  3. Hallo Jenny, dein Bericht gibt mir ja so Hoffnung. Wir fliegen im September nach Cala Mesquida(Mallorca). Die erste Flugreise für meinen Mann und unsere Tochter Lena (4). Ich hoffe wir überstehen die Flugzeit ohne größeren Terz. Die größte Angst jedoch ist mein Kind in all dem Trubel am Flughafen zu verlieren a la ,,Kevin allein in New York,,- Lena allein in ??? 😉

    1. Liebe Sandra, toll, Mallorca!!! Ich liebe Mallorca!!! 🙂 Wird sicher richtig toll -und ich GARANTIERE dir, dass Eure Lena nicht am Flughafen verloren geht;-)

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