Urlaubsgrüße aus der Türkei

Hallo Ihr Lieben,

wie versprochen melde ich mich direkt aus dem Urlaub! Auf einer Postkarte würde ich schreiben:

„Tolles Wetter hier in der Türkei, leckeres Essen, schönes Hotel, viel Schlaf, Theo war das erste Mal im Meer! Viele Grüße, Jenny“

Hier auf dem Blog kann ich ein bisschen ausführlicher sein:-)

Wo fange ich an? Ach ja, fast schon verdrängt: Die Anreise! Gut gelaunt waren wir am Nürnberger Flughafen, als es hieß: VERSPÄTUNG! Ach nöööö. Verspätung ist ja sowieso schon nervig, aber mit einem 16 Monate altem Kind…Am Flughafen fand er alles noch recht aufregend (vor allem natürlich die Flugzeuge), aber als wir nach einer gefühlten Ewigkeit endlich im Flieger waren, kippte die Stimmung (ausgerechnet da!!!!!).  Theo war müde und fix und fertig – und wie ich immer sage „über dem Punkt“. Also quasi zu müde und aufgeregt, um einschlafen zu können. Die 2:40 Flugzeit kamen mir vor wie eine Ewigkeit. Theo weinte zwar nicht, aber es wäre wahrscheinlich einfacher gewesen, eine Horde wildgewordener Pferde (sagt man das so?) zu hüten. Mein Mann und ich waren uns einig: Das war der stressigste Flug unseres Lebens. URLAUBSREIF! Jetzt erst recht!!!

Glücklicherweise verläuft der Urlaub an sich deutlich weniger stressig: Wir haben eine wirklich gute Zeit, wenn auch natürlich nicht faul. Urlaub mit Kleinkind läuft irgendwie andres – einfach fremdgesteuerter. Theo schläft morgens zum Glück schön lange, danach gehts zum Frühstück, aber schon nach 5-10 Minuten hat er keine Lust mehr darauf,  artig im Hochstuhl zu sitzen und möchte die Gegend erkunden. Ich habe mich schon mehrfach gefragt, woher dieser kleine Junge so unglaublich viel Energie hat;-)

Mein Mann und ich gönnen uns gegenseitig immer ein wenig „ME-TIME“ – also Zeit für uns selbst. So wie jetzt. Ich sitze mit einem Cappuccino auf der Hotelterrasse und Theo und Papa sind auf dem Hotelspielplatz.

Theo ist durch seine offene und interessierte Art hier übrigens quasi bekannt wie ein bunter Hund:-) Am liebsten läuft er von Tisch zu Tisch oder von Liegestuhl zu Liegestuhl und begrüßt die anderen Gäste auf seine charmante Art. Wichtigste Accessoires hier im Urlaub sind übrigens GIESSKANNE und FROSCH-SCHWIMMFLÜGEL.

Manchmal beneiden wir kurz unsere Freunde, die mit gleichaltriger Tochter mit uns Urlaub machen. Sie ist zufrieden im Buggy und deutlich weniger entdeckungsfreudig wie Theo. Die Eltern sind nicht ständig am Kucken oder Rennen – so wie wir.

Aber dann sind da wieder diese Momente, in denen ich Theo beobachte und mein Mama-Herz so unglaublich stolz wird:

Wie dieser kleine Kerl so viele andere Menschen hier für sich gewinnt. Wie er so unglaublich viel Spaß an dieser Welt hat, wie er so viele klitzekleine Details, für die wir schon längst „blind“ sind, entdeckt und sie uns begeistert zeigt. Wie er so ehrgeizig Dinge schaffen will, auch wenn sie noch so schwierig erscheinen. Wie er so herzhaft und unbeschwert lacht. Wie er so wenige Dinge zum wirklich glücklich sein braucht. Wie er so stolz ist, wenn er etwas für ihn Schwieriges geschafft hat und wie er anschließend ein dickes Lob von uns einfordert:-) Wie er schon so selbstbewusst und so selbstständig die Umgebung erkundet. E

Und wenn ich ihn dann so beobachte, kommt mir plötzlich (fast schon überraschend) ein Gedanke:

DAS IST UNSERER!!! Unser kleiner Sohn! Und dieses Gefühl ist einfach UNBEZAHLBAR. Dafür verzichte ich doch gerne ein bisschen auf meinen Liegestuhl. Und nebenbei lernen wir hier jede Menge Leute kennen. Durch Theo.


4 Gedanken zu „Urlaubsgrüße aus der Türkei

  1. wenn ich die Geschichte so lese fällt mir uns erster Mallorca Flug ein mit „Drei “ Kindern. Unsere Große war brav, beim Flug. Unsere mittlere Doro fragte alle gefühlte drei Minuten “ wann sind wir da…. Und die kleinste wollte unbedingt im Flieger spazieren laufen. Es war die Hölle …. Letztendlich ist Dorothee nach fast dreistündiger Fragerei während des Anfluges auf Palma eingeschlafen. Und unsere jüngste Theresa hat dann während der eineinhalbstündigen Busfahrt nur gebrüllt…. Weil sie Hunger hatte und müde war sie war damals knapp zwei Jahre alt. Ich werde diesen Urlaub nie vergessen. Aber letztendlich würde ich es immer wieder machen, auch wenn im Bus ziemlich viel Herrschaften genervt waren, egal sind doch nur Kinder. Liebe Grüsse

    1. Das „im Flieger spazieren gehen“ kommt mir seeeeehr bekannt vor;-) Die An-und Abreise ist immer recht stressig, bei uns waren die „Strapazen“ aber sofort vergessen, als wir im Hotel waren…:-) Liebe Grüße

  2. Ein ganz toller Artikel und ich kann mich sehr gut in eure Lage während des Fluges hineinversetzen. Auch wir sind im März das erste Mal mit unserem Sohn in die Türkei geflogen und was soll ich sagen, der Hinflug war eine große Katastrophe :( Ich wäre am liebsten unter meinen Sitz gekrabbelt. Nachdem das Flugzeug in Antalya gelandet ist, hatten wir das liebste Kind überhaupt und das den ganzen Urlaub über. Den Artikel dazu kannst du gerne hier nachlesen:

    http://www.nordhessenmami.de/2015/03/unsere-erste-flugreise-in-die-tuerkei/

    Vielen Dank für deinen tollen Beitrag und liebe Grüße aus dem schönen Nordhessen 😉
    Carina

    1. Hallo liebe Carina, lieben Dank für das Kompliment!! Deinen Artikel habe ich natürlich auch gleich gelesen – witzig, wie bei uns:-) Schöner Blog! (Kannte ich vorher gar nicht :-) )

      Ganz liebe Grüße aus Bayern nach Nordhessen! Jenny

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