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Vom Loslassen und woanders Schlafen.

Heute Abend übernachte ich nicht daheim. Ich habe bis spät abends Sendung bei Antenne Bayern in München und am Samstag bin ich ab 12 Uhr wieder on Air. Es wäre also Quatsch, wenn ich hin und her fahren würde (wir wohnen ja in Nürnberg). Ich kann Theo heute Abend also nicht ins Bett bringen und ich kann ihn am nächsten Morgen, so süß verschlafen, nicht zu mir unter die Decke holen. Oh Mann. Bin ich gluckig, wenn ich offen und ehrlich zugebe, dass ich den Gedanken echt komisch finde? Vor ein paar Wochen habe ich das noch total locker gesehen und mich sogar ein bisschen darauf gefreut. Und jetzt? Am liebsten würde ich mich krank melden 😉

Mein Mann belächelt meine Wehmut. Meine (Mütter)Freundinnen verstehen mich und sagen Sätze wie „Oh Gott, Jenny, ich könnte das nicht!“. Herrje. Lasse ich etwa mein Kind im Stich???

Nein. Sicher nicht.

Loslassen ist manchmal gar nicht so leicht. Theo ist fast 17 Monate alt und ich bin mir sicher, dass er daheim bei seinem Papa eine super Zeit haben wird. Vielleicht wird er mich also gar nicht vermissen?! Aber ICH werde ihn vermissen. Seit 17 Monaten (und 10 Monate vorher in meinem Bauch) habe ich meinen Kleinen so viel um mich herum. Wir sind so nah miteinander verbunden.

Aber ich weiß natürlich, dass ich lernen muss, ein klitzekleines bisschen LOSZULASSEN. Momentan bin ich die wichtigste Person für Theo – neben seinem Papa. Aber – um es mal klar und deutlich zu sagen: Das wird natürlich nicht immer so sein. Den größten Teil seines Lebens wird Theo ohne mich gehen – zwar immer im Bewusstsein, dass ich als seine Mama immer für ihn da bin, aber vermutlich werden wir uns später (wenn er erwachsen ist) nicht täglich sehen. Das ist ganz normal. Das Loslassen läuft zum Glück ja SCHRITT FÜR SCHRITT – noch ist er ganz klein und wir haben viel viel intensive Zeit miteinander. Aber ich merke: Es sind die ersten Schritte. Mein Baby wird groß.

Vernunft hin oder her – irgendwie gefällt mir der Gedanke aber trotzdem(noch) nicht, dass Theo und ich heute Nacht so weit voneinander entfernt schlafen werden. Aber  ausgemacht ist halt ausgemacht…

Meine Eltern (die nicht weit entfernt wohnen) liegen mir übrigens auch schon ständig in den Ohren mit Sätzen wie „Jetzt wird’s aber echt Zeit, dass Theo auch mal bei uns schläft“.

Wird es wirklich Zeit? Sind wir spät dran? Ich habe mich mal umgehört – die Meinungen unter Eltern sind unterschiedlich – und ich bin irgendwo mittendrin. (By the way: Wie handhabt IHR das??? Würde mich freuen Eure Erfahrungen zu lesen…)

Das Zubettgehen wird komisch heute Abend für mich. Ganz allein. 160 Kilometer von Theo entfernt. Ich emotionale Mama. Mensch. Aber ich muss halt auch noch „reinwachsen“ in all das….
Übrigens: Ich übernachte bei einer lieben Freundin, mit der ich lange nicht ausführlich gequatscht habe. Mädels-Talk. Habe mich wochenlang darauf gefreut. Hmmm. Ich glaube, ich schreibe ihr kurz eine Nachricht, dass sie `ne Flasche Wein kaltstellen soll. (Da schläft man doch auch besser, oder? 😉 )

Eure Jenny

PS: Wer mich an Pfingsten im Radio hören möchte – gerne doch! Hier meine Sendezeiten auf ANTENNE BAYERN:

Freitag 19-22 Uhr

Pfingstsamstag 12-18 Uhr

Pfingstmontag 12-18 Uhr

 


2 Gedanken zu „Vom Loslassen und woanders Schlafen.

  1. Trotzdem viel Spaß!!! Mich erwartet das Anfang Juni – muss für 2 Tage nach Salzburg. Naja, irgendwie freue ich mich schon – die 1. Nacht alleine… Aber, wie du sagst… Ein komisches Gefühl ist es trotzdem!!! Bitte erzähl‘ uns dann, wie es euch gegangen ist! Alles Liebe

  2. Ich sag nur eins:Ich beneide dich! Liegt wahrscheinlich daran ,dass ich kaum eine Auszeit habe ,da sämtliche Verwandtschaft zu sehr mit anderen Dingen beschäftigt ist und mein Mann mit unserer Baustelle. Ich finde nach einer Trennung freut mich sich umso sehr seinen Wurm wieder in die Arme nehmen zu können! Genieß den Abend :-*

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